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Barack Obama
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Barack Hussein Obama IIcite-ref-1[1] (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war von 2009 bis 2017 der 44. PrÀsident der Vereinigten Staaten.

Obama ist ein auf US-Verfassungsrecht spezialisierter Rechtsanwalt. 1992 schloss er sich der Demokratischen Partei an, fĂŒr die er 1997 Mitglied im Senat von Illinois wurde. Im Anschluss gehörte er von 2005 bis 2008 als Junior Senator fĂŒr diesen US-Bundesstaat dem Senat der Vereinigten Staaten an. In den Vorwahlen zur PrĂ€sidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008 konnte er sich parteiintern Ă€ußerst knapp gegen Hillary Clinton durchsetzen. Die PrĂ€sidentschaftswahl des Jahres 2008 gewann er dann als Kandidat der Demokraten gegen den Republikaner John McCain.

Mit seinem Einzug in das Weiße Haus im Januar 2009 bekleidete erstmals ein Afroamerikaner das Amt des PrĂ€sidenten. Bei der Wahl des Jahres 2012 setzte sich Obama gegenĂŒber seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney durch und wurde so fĂŒr eine zweite Amtszeit bestĂ€tigt. VizeprĂ€sident wĂ€hrend seiner beiden Amtsperioden war der spĂ€tere US-PrĂ€sident Joe Biden. Im Dezember 2009 erhielt Obama den Friedensnobelpreis.

Contents

‱ US-Senator
‱ Innenpolitik
‱ Opposition
‱ Siehe auch
‱ Quellen
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Leben bis zur PrÀsidentschaft

Familie, Kindheit und Jugend

Obamas Vater, Barack Hussein Obama Senior (1936–1982), stammte aus Nyang’oma Kogelo in Kenia und gehörte der Ethnie der Luo an.cite-ref-2[2] Obamas Mutter, Ann Dunham (1942–1995), stammte aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas und hatte irische, britische,cite-ref-3[3] deutschecite-ref-4[4] und Schweizer Vorfahren.cite-ref-5[5] Obamas Eltern lernten sich als Studenten an der University of Hawaii at Manoa kennen. Sie heirateten 1961 in Hawaii, als Ann bereits schwanger war. Damals waren in anderen Teilen der USA Ehen zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten. 1964 ließ sich das Paar scheiden. Der Vater setzte sein Studium an der Harvard University fort. Obama sah ihn als ZehnjĂ€hriger zum letzten Mal.cite-ref-6[6]

Obama Senior starb im November 1982 in Nairobi an den Folgen eines Verkehrsunfalles.cite-ref-7[7] Barack Obama hat vĂ€terlicherseits drei Ă€ltere und drei jĂŒngere HalbbrĂŒder sowie die Halbschwester Auma, die in Deutschland studiert hat.cite-ref-8[8] Sein Halbbruder Malik lebt in Kenia und kandidierte 2013 erfolglos als Gouverneur des Siaya County.cite-ref-9[9]

Die Mutter heiratete 1965 den Indonesier und spĂ€teren Ölmanager Lolo Soetoro.cite-ref-10[10] Nach dem Abschluss ihres Studiums zog sie mit ihrem Sohn Barack 1967 zu ihrem neuen Ehemann nach Jakarta in Indonesien, wo Obamas jĂŒngere Halbschwester Maya geboren wurde.cite-ref-11[11] Dort besuchte Obama von 1967 bis 1970 die von Kapuzinern gefĂŒhrte St. Francis of Assisi Elementary Schoolcite-ref-12[12] und 1970/1971 eine staatliche, multireligiöse Schule.

WĂ€hrend seiner Schulzeit in Indonesien verfasste Obama zwei AufsĂ€tze mit dem Titel I Want to Become President.cite-ref-13[13] Obamas Rufname in Bahasa Indonesia war Barry Soetoro,cite-ref-14[14] was beginnend mit dem Fall Berg v. Obama im Jahr 2008 immer wieder missbrĂ€uchlich und juristisch erfolglos als Indiz benutzt wurde, Obamas IdentitĂ€t in Zweifel zu ziehen und seine Nominierung zum PrĂ€sidentschaftskandidaten zu verhindern.cite-ref-15[15] 1971 kehrte er nach Hawaii zurĂŒck, wo ihn seine Großeltern mĂŒtterlicherseits, Madelyn (1922–2008) und Stanley Dunham (1918–1992), aufzogen.

Sie schulten ihn in die fĂŒnfte Klasse der privaten Punahou School ein. Seine Mutter kam mit seiner Halbschwester 1972 wieder nach Hawaii, um ihr Studium weiterzufĂŒhren, kehrte aber mit der Tochter 1975 nach Indonesien zurĂŒck, um ihre ethnologischen Forschungen fortzusetzen. Obama entschloss sich, nicht mitzugehen. Er blieb in Hawaii und schloss die Schule 1979 mit Auszeichnung ab. Er spielte in der Schule auch Basketball, zunĂ€chst in der Juniorenmannschaft und 1972 in der ersten Schulmannschaft. Damals konnte er sich vorstellen, Basketballprofi zu werden.cite-ref-16[16]

Seine spĂ€tere Frau Michelle Robinson lernte Obama, zu der Zeit Student der Harvard Law School, 1989 in Chicago wĂ€hrend eines Sommerpraktikums in der Kanzlei Sidley Austin kennen. Robinson, die als AnwĂ€ltin in der Kanzlei arbeitete, war seine Mentorin. Das Paar heiratete 1992 und bekam zwei Töchter: Malia Ann (* 1998) und Natasha („Sasha“, * 2001). Michelle Obama war bis Ende 2008 in der öffentlichen Verwaltung von Chicago beschĂ€ftigt.cite-ref-17[17]

Studium und Beruf

Obama studierte ab 1979 zwei Jahre lang auf eigene von der Familie bestrittene Kostencite-ref-18[18] am Occidental College in Eagle Rock in Los Angeles und weitere zwei Jahre an der Columbia University in New York City, die zu den Hochschulen der Ivy League gehört. Nach seinem Bachelor-Abschluss 1983 in Politikwissenschaft (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) arbeitete er ein Jahr lang fĂŒr das Wirtschaftsberatungsunternehmen Business International Corporation in New York.

1985 zog Obama nach Chicago und arbeitete dort fĂŒr die gemeinnĂŒtzige Organisation „Developing Communities Project“ (DCP), die Kirchengemeinden beim Arbeitstraining fĂŒr Einwohner armer Stadtviertel unterstĂŒtzte.cite-ref-19[19] Danach studierte er drei Jahre lang Rechtswissenschaft an der Harvard Law School. Als erster Afroamerikaner wurde er dort zum Herausgeber der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewĂ€hlt,cite-ref-20[20] wodurch er einen Verlagsvertrag und einen Vorschuss fĂŒr eine Buchveröffentlichung erhielt, was er fĂŒr die Autobiografie Dreams from My Father nutzte, an der er bis 1995 schrieb.cite-ref-21[21] 1991 machte er seinen J.D.-Abschluss mit der Gesamtbewertung magna cum laude.

1992 kehrte Obama nach Chicago zurĂŒck und wurde erstmals politisch aktiv: Mit einer Kampagne fĂŒr die WĂ€hlerregistrierung afroamerikanischer BĂŒrger Chicagos mobilisierte er mehr als 150.000 afroamerikanische WĂ€hler fĂŒr die Wahl Bill Clintons zum US-PrĂ€sidenten.cite-ref-22[22] Ab 1993 arbeitete er in der auf BĂŒrgerrechte spezialisierten AnwaltssozietĂ€t Miner, Barnhill and Galland. Bis 2004 lehrte er Verfassungsrecht an der University of Chicago.cite-ref-23[23]

Abgeordneter in Illinois

1996 wurde Obama als Vertreter des 13. Bezirks, der sĂŒdliche Teile der Stadt Chicago rund um das Stadtviertel Hyde Park umfasst, in den Senat von Illinois gewĂ€hlt. Dort ĂŒbernahm er den Vorsitz im Ausschuss fĂŒr öffentliches Gesundheitswesen und Wohlfahrt. Er verfasste eine Gesetzesinitiative mit, die Hilfen fĂŒr arme Arbeiterfamilien vorsah, und arbeitete an einer Vorlage zur UnterstĂŒtzung von Menschen ohne Krankenversicherung. Zudem half er Organisationen, die sich fĂŒr Schwule und Lesben einsetzen, und setzte eine Erhöhung der Mittel zur AIDS-PrĂ€vention und -Behandlung durch.

Obama wurde 1998 gegen den Republikaner Yesse Yehudah und 2002 ohne Gegenkandidaten wiedergewĂ€hlt. Auf seine Gesetzesinitiativen hin muss die Polizei in Illinois Vernehmungen fĂŒr Anklagen, die mit der Todesstrafe geahndet werden können, auf Video aufzeichnen. Krankenversicherungen mĂŒssen Kosten fĂŒr regelmĂ€ĂŸige vorbeugende Mammografien ĂŒbernehmen. Außerdem wurden Waffenkontrollen verschĂ€rft. FĂŒr diese und andere Vorhaben konnte Obama Koalitionen mit politischen Gegnern bilden.cite-ref-24[24]

2000 unterlag Obama bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei im Ersten Kongressdistrikt fĂŒr das ReprĂ€sentantenhaus gegen den langjĂ€hrigen Mandatsinhaber Bobby L. Rush.cite-ref-25[25] Damals behaupteten zwei seiner Rivalen, er sei ungenĂŒgend in Chicagos schwarzer Gemeinschaft verwurzelt.cite-ref-26[26]

US-Senator

Wahlkampf

2004 gewann Obama als Kandidat der Demokraten fĂŒr den US-Senat bei deren Vorwahlen im MĂ€rz ĂŒberraschend 52 Prozent der Stimmen und galt seither als neuer Star seiner Partei.cite-ref-27[27] Medienberater David Axelrod hatte ihn im Wahlkampf in die Tradition des ersten afroamerikanischen BĂŒrgermeisters Chicagos Harold Washington und des Senators Paul M. Simon gestellt.

Der Hauptwahlkampf war von Skandalen um die Gegenkandidaten der Republikaner geprĂ€gt: Der erste, Jack Ryan, trat am 25. Juni 2004 zurĂŒck, der zweite, Alan Keyes, mietete erst ab August 2004 einen Wohnsitz in Illinois und fĂŒhrte einen polarisierenden Wahlkampf.cite-ref-28[28] Wegen seines sicheren Vorsprungs in WĂ€hlerumfragen unterstĂŒtzte Obama andere demokratische Kandidaten wie Melissa Bean finanziell und mit Auftritten.

Bei der Democratic National Convention 2004 in Boston, die John Kerry zum US-PrĂ€sidentschaftskandidaten kĂŒrte, hielt Obama am 27. Juli 2004 eine Grundsatzrede. Er schilderte darin seine Familiengeschichte, die seinen Glauben an den amerikanischen Traum begrĂŒndet habe, und plĂ€dierte zum Schluss fĂŒr nationale Einheit:cite-ref-29[29]

„Es gibt nicht ein liberales Amerika und ein konservatives Amerika – es gibt die Vereinigten Staaten von Amerika. Es gibt kein schwarzes Amerika und ein weißes Amerika und ein Latino-Amerika und asiatisches Amerika – es gibt die Vereinigten Staaten von Amerika. Kritiker möchten unser Land gerne in rote und blaue Staaten zerstĂŒckeln: rote Staaten fĂŒr Republikaner und blaue Staaten fĂŒr Demokraten. Aber auch fĂŒr jene habe ich Neuigkeiten. Wir beten zu einem ehrfurchtgebietenden Gott in den blauen Staaten, und wir mögen keine Bundesagenten, die in unseren Bibliotheken in den roten Staaten herumstöbern. Wir trainieren die Little League in den blauen Staaten, und ja, wir haben ein paar schwule Freunde in den roten Staaten. Es gibt Patrioten, die gegen den Krieg im Irak waren, und es gibt Patrioten, die ihn unterstĂŒtzten. Wir sind ein Volk, wir alle schwören dem Sternenbanner Gefolgschaft, wir alle verteidigen die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Die Rede machte Obama landesweit bekannt und verschaffte ihm viele Sympathien. Er galt fortan als der erfolgreichste politische Aufsteiger der Demokraten und als möglicher kĂŒnftiger Bewerber um das PrĂ€sidentenamt. Er gewann die Senatswahl mit 70 zu 27 Prozent, dem besten Ergebnis eines Neubewerbers fĂŒr das Senatorenamt und dem höchsten Sieg bei einer landesweiten Wahl in Illinois.

AmtsfĂŒhrung und Initiativen

Ab 4. Januar 2005 vertrat Obama neben dem dienstĂ€lteren Dick Durbin den Bundesstaat Illinois im Senat. Er initiierte 2005 und 2006 152 GesetzesentwĂŒrfe und SenatsbeschlĂŒsse und unterstĂŒtzte weitere 427.cite-ref-30[30] Seine erste Gesetzesinitiative vom MĂ€rz 2005 sollte den Maximalbetrag der Pell Grants anheben und so Collegestudenten helfen, ihre StudiengebĂŒhren zu zahlen,cite-ref-31[31] gelangte aber im Senat nie zur Abstimmung. Im selben Monat – relativ frĂŒh – kĂŒndigte er die GrĂŒndung eines eigenen Political Action Committees an.

Im April 2005 brachte Obama einen Gesetzentwurf ein, der Tankstellen, die Ethanol-ZapfsĂ€ulen installieren wĂŒrden, landesweit von bis zu 50 Prozent Steuern entlasten sollte. SteuerausfĂ€lle sollten mit Strafgeldern an PKW-Hersteller fĂŒr das Überschreiten von gesetzlichen Benzinverbrauchsgrenzen ausgeglichen werden. Dies sollte die Klimabelastung durch Treibhausgase und AbhĂ€ngigkeit der USA von Erdölimporten reduzieren.cite-ref-32[32]


Im August 2005 besuchten Obama und Richard Lugar fĂŒr den Ausschuss fĂŒr Auslandsbeziehungen Einrichtungen in Osteuropa, die der Kontrolle von Massenvernichtungswaffen dienen, etwa zur Vernichtung nuklearer Sprengköpfe in Saratow und zur Vorbeugung und BekĂ€mpfung von Infektionskrankheiten in der Ukraine. Dort waren sie beim Abschluss eines Vertrages dabei, der Bioterrorismus aufdecken und Gefechtsrisiken beim Ausbruch infektiöser Krankheiten verringern soll.

Im Januar 2006 besuchte Obama mit einer Kongressdelegation die US-Truppen in Kuwait und im Irak und merkte dabei öffentlich an, der Konflikt dort sei nicht militĂ€risch lösbar. In Israel traf er Außenminister Silvan Schalom, in den palĂ€stinensischen Autonomiegebieten Mahmud Abbas. Dabei unterstrich er, solange die Hamas Israels Vernichtung anstrebe, wĂŒrden die USA ihre Beteiligung an der PalĂ€stinenserregierung nicht akzeptieren. Er initiierte den „Palestinian Anti-Terrorism Act of 2006“ mit, der Regierungen dazu aufruft, Kontakte und Finanzhilfen fĂŒr die Hamas zu vermeiden und einzustellen, bis diese das Existenzrecht Israels anerkenne, der Gewalt abschwöre, abrĂŒste und vorherige Abkommen einschließlich der „Roadmap“ akzeptiere.cite-ref-33[33]

Im August 2006 bereiste Obama mit seiner Familie einige Staaten in Subsahara-Afrika. In Kenia besuchte er den Geburtsort seines Vaters und kritisierte in einer landesweit ausgestrahlten Rede Korruption und ethnische RivalitĂ€ten. Um mehr Kenianer von einem HIV-Test zu ĂŒberzeugen, ließ sich das Ehepaar Obama in einer kenianischen Klinik öffentlich auf HIV testen.cite-ref-34[34]

Im Juli 2008 besuchte Obama als voraussichtlicher PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten mit zwei weiteren Senatoren zunĂ€chst die Truppen in Afghanistan und im Irak, fĂŒhrte dann GesprĂ€che mit Politikern in Israel und den PalĂ€stinensergebieten und reiste nach Westeuropa. In Berlin hielt er nach Treffen mit Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Klaus Wowereit am 24. Juli vor der SiegessĂ€ule vor etwa 200.000 Zuhörern eine weltweit direkt ĂŒbertragene Redecite-ref-35[35] seines Europabesuchs.

Am 16. November 2008, zwölf Tage nach seinem Sieg bei der PrĂ€sidentschaftswahl, trat Obama als Senator von Illinois zurĂŒck.cite-ref-36[36] Der damals unter Korruptionsverdacht stehende Gouverneur von Illinois, Rod Blagojevich, bestellte Roland Burris zu seinem Nachfolger. Blagojevich wurde 2011 wegen Korruption verurteilt, nachdem er bereits im Januar 2009 vom Staatssenat des Amtes enthoben wurde.cite-ref-37[37]

PrÀsidentschaftskandidat

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Hauptartikel

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PrÀsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008

Am 10. Februar 2007 verkĂŒndete Obama vor 18.000 Zuhörern in Springfield (Illinois), wo 149 Jahre zuvor der spĂ€tere PrĂ€sident Abraham Lincoln zur Abschaffung der Sklaverei aufgerufen hatte, seine PrĂ€sidentschaftskandidatur. Er versprach ein baldmöglichstes Ende des Irakkriegs, eine erschwingliche Krankenversicherung fĂŒr alle US-BĂŒrger und eine Energiewende.cite-ref-38[38] Nach drei Monaten, so frĂŒh wie kein anderer PrĂ€sidentschaftskandidat, erhielt er Personenschutz des Secret Service.cite-ref-spon-480944-39-0[39]

Finanzierung

Im gesamten Wahlkampfverlauf erzielte Obamas Kampagne zahlreiche Spendenrekorde, besonders bei Kleinspenden. Im ersten Jahr wĂ€hrend der Vorwahlen ĂŒbertraf Obama mit 101.524.154 US-Dollar Spendeneinnahmen seine demokratische Rivalin Hillary Clinton.cite-ref-40[40] Nach den Vorwahlsiegen in Iowa und South Carolina erhielt er allein im Januar 2008 die Rekordsumme von 32 Millionen US-Dollar.cite-ref-41[41] Am 19. Juni 2008 verzichtete Obama als erster aussichtsreicher PrĂ€sidentschaftskandidat auf die öffentliche Wahlkampffinanzierung und setzte weiterhin auf Spenden.cite-ref-42[42] Nach einer Untersuchung des Campaign Finance Institute stammten 34 % seines Spendenvolumens aus Spenden unter 200 $, 23 % resultierten aus Spenden zwischen 201 und 999 $, 43 % aus Spenden in Höhe von 1000 $ oder mehr.cite-ref-43[43]

Zu den 20 grĂ¶ĂŸten Spendern, die Obama unterstĂŒtzt haben, gehörten auch vier der fĂŒnf großen New Yorker Investmentbanken: Goldman Sachs mit insgesamt 994.795 $ in den Jahren 2007 und 2008cite-ref-44[44] auf Rang eins, JPMorgan Chase mit 373.500 Dollar auf Rang drei, Lehman Brothers mit 330.800 Dollar (Rang 7) und Morgan Stanley mit 274.200 Dollar, hinzu kamen die Großbanken Citigroup und UBS auf den RĂ€ngen vier und fĂŒnf mit Spenden in Höhe von 371.000 bzw. 370.850 Dollar. Diese Summen wurden meist im Rahmen von Mitarbeitersammelaktionen samt deren Familien aufgebracht und dann im Namen des Unternehmens ĂŒberwiesen.cite-ref-45[45]

Die amerikanische Behörde zur Regulierung der Wahlkampffinanzierung, die Federal Election Commission, erlegte Obamas Wahlkampagne 2008 im Dezember 2012 ein Bußgeld in Höhe von 375.000 $ auf.cite-ref-46[46] Grund war die nicht rechtzeitige Mitteilung von Spenden in Höhe von knapp 2 Millionen $.cite-ref-47[47]

Vorwahlen

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Hauptartikel

:

Vorwahlergebnisse der PrÀsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008

Im Vorwahlkampf der Demokratischen Partei verblieben von allen Bewerbern nach den ersten Vorwahlen ab MĂ€rz 2008 nur noch Obama und Hillary Clinton, die sich bis zum 7. Juni 2008 einen harten Kampf lieferten.

Dabei wurde Obamas frĂŒherer Kontakt zu dem Unternehmer Tony Rezko kritisiert, der nach zweijĂ€hrigem Prozess wegen verschiedener Korruptionsdelikte im Juni 2008 in Chicago verurteilt wurde. Er war Fundraiser fĂŒr Obama und andere Politiker aus Illinois gewesen und soll ihm einen vergĂŒnstigten Hauskauf ermöglicht haben. Illegales Handeln dabei wurde nicht nachgewiesen.cite-ref-48[48]

Obama gewann die Vorwahlen in 29 der 50 Bundesstaaten. In Texas, wo nach zwei Verfahren abgestimmt wurde, gewann er in den Caucuses, nachdem er die Primary verloren hatte. Ferner siegte er im District of Columbia, in den Territorien Guam und Amerikanische Jungferninseln sowie bei den im Ausland lebenden Demokraten. Dennoch lieferte sich Hillary Clinton ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihm, weil sie in den meisten bevölkerungsreichen Staaten besser abschnitt. Am 3. Juni 2008 erreichte Obama die notwendige Mehrheit der Delegierten fĂŒr eine Nominierung zum PrĂ€sidentschaftskandidaten seiner Partei.cite-ref-49[49] Am 7. Juni gratulierte ihm Hillary Clinton öffentlich zu seinem Sieg und beendete ihre Kampagne.cite-ref-50[50]

Am 23. August 2008 gab Obama seine Wahl von Joe Biden, dem dienstÀlteren Bundessenator aus Delaware, zum VizeprÀsidentschaftskandidaten bekannt.cite-ref-spon-573902-51-0[51] Am 27. August nominierten die Delegierten der Democratic National Convention in Denver Obama per Akklamation zum PrÀsidentschaftskandidaten ihrer Partei. Am Folgetag nahm er die Nominierung mit einer Rede vor 80.000 Zuhörern des Parteitags und vor 37,5 Millionen Fernsehzuschauern an.cite-ref-52[52]

Hauptwahlen und Wahlsieg

Obama fĂŒhrte nach einer vom BBC durchgefĂŒhrten, internationalen Umfrage in 22 Staaten vom September 2008 in allen 22 Staaten gegen seinen republikanischen Rivalen John McCain mit durchschnittlich 49 zu 12 Prozent: der Zuspruch fĂŒr Obama reichte von 9 Prozent in Indien und 58 Prozent in Deutschland bis zu 82 Prozent in Kenia.cite-ref-53[53]

In manchen nationalen Umfragen gab es nach der Nominierung Sarah Palins zur Vizekandidatin McCains (28. August 2008) zeitweise einen Gleichstand oder leichten Vorsprung fĂŒr McCain. Ab 19. September sagten die WĂ€hlerumfragen kontinuierlich einen Vorsprung fĂŒr Obama voraus.cite-ref-54[54] Kritik fanden Versuche des republikanischen Wahlkampfteams, Obamas Charakter in Zweifel zu ziehen. Sarah Palin behauptete am 3. Oktober 2008, er habe Umgang mit Terroristen. Gemeint war der Weathermen-MitbegrĂŒnder Bill Ayers, der als PĂ€dagogikprofessor spĂ€ter einige Zeit – wie Obama und andere, republikanische Politiker – dem Verwaltungsrat einer WohltĂ€tigkeitsorganisation angehört hatte. Obama hatte sich wiederholt von dessen Taten und Ansichten distanziert.cite-ref-55[55]

Am nationalen Wahltag, dem 4. November 2008, errangen Obama und Joe Biden eine Mehrheit von 365 WahlmĂ€nnern des WahlmĂ€nnerkollegiums und 53 Prozent aller abgegebenen WĂ€hlerstimmen gegenĂŒber 173 WahlmĂ€nnern und 46 Prozent fĂŒr John McCain und Sarah Palin. Zugleich vergrĂ¶ĂŸerten die Demokraten ihre Mehrheit im US-Senat um mindestens sieben auf 58 Sitze gegenĂŒber 41 Sitzen fĂŒr die Republikaner, im US-ReprĂ€sentantenhaus um 21 Sitze auf 257 gegenĂŒber 178 Sitzen.cite-ref-56[56]

Neben allen Bundesstaaten, die bei der vorherigen PrĂ€sidentschaftswahl 2004 mehrheitlich fĂŒr den Demokraten John Kerry gestimmt hatten, gewann Obama auch einige Bundesstaaten, die 2004 fĂŒr die Wiederwahl des Republikaners George W. Bush votiert hatten. Darunter waren Virginia, North Carolina und Indiana. Dort waren zuvor jahrzehntelang republikanische Kandidaten gewĂ€hlt worden. Zudem siegte er in den wichtigen Swing States New Mexico, Ohio, Florida, Iowa, Nevada und Colorado sowie in einem WahlmĂ€nnerbezirk von Nebraska.cite-ref-57[57]

Bei der Zusammenkunft der 538 WahlmÀnner am 15. Dezember 2008 vereinte Obama 365, John McCain 173 Stimmen auf sich. Damit war Obama zum 44. US-PrÀsident gewÀhlt. Der 111. Kongress stellte das Wahlergebnis bei seiner ersten Sitzung am 8. Januar 2009 offiziell fest.cite-ref-58[58]

Im Hauptwahlkampf war die Finanzkrise zum wichtigsten Thema geworden. Obamas nach den Umfragen absehbarer Wahlsieg wurde vor allem darauf zurĂŒckgefĂŒhrt, dass die meisten WĂ€hler deren Lösung eher ihm zutrauten.cite-ref-59[59] Hinzu kamen seine hohen Stimmenanteile bei starken Minderheiten und ErstwĂ€hlern.cite-ref-60[60]

Rolle des Internets

Obamas Wahlkampf wurde als erste Internet-Kampagne bezeichnet, die traditionelle WahlkĂ€mpfe transformieren werde. Unter dem Hauptmotto change („Wandel“) bediente sich sein Wahlkampfteam auch neuer Medien.cite-ref-61[61] Es erzielte seine meisten Spendeneinnahmen ĂŒber das Internet, etwa Facebook. In einem Web-2.0-Ă€hnlichen Webseitenbereich ermöglichte das Team Obamas AnhĂ€ngern Kommentare, Fragen, Treffen und Gruppenbildung.

Auch millionenfach angeschaute YouTube-Videos beeinflussten den Wahlkampf, darunter ein Video von Philip de Vellis, einem ehemaligen Mitarbeiter von Obamas Webauftritt, das Hillary Clinton als Big Brother darstellte,cite-ref-spon-473303-62-0[62] ein Musikvideo der SĂ€ngerin Amber Lee Ettinger, das sie als „Obamagirl“ bekannt machte,cite-ref-63[63] und das Musikvideo Yes We Can des Black-Eyed-Peas-SĂ€ngers will.i.am, das eine Wahlkampfrede Obamascite-ref-64[64] zu einer Collage verarbeitete.cite-ref-65[65]

Rolle der afroamerikanischen IdentitÀt

Obama berief sich im Wahlkampf oft auf seine ethnisch und kulturell vielfĂ€ltige Herkunft und afroamerikanische IdentitĂ€t, um so verschiedenen Gruppen Identifikation mit ihm zu ermöglichen. Er hatte schon 1995 in seiner Autobiografie Dreams from My Father auf vielfĂ€ltige Vorfahren verwiesen.cite-ref-66[66] 2004 hatte er seinen ostafrikanischen Vornamen Barack vor einer jĂŒdischen Gemeinde mit dem hebrĂ€ischen Wort Baruch („gesegnet“) erklĂ€rt.cite-ref-67[67]

Medienkommentatoren hatten Obamas Image schon 2004 „Jedermann-Bild“ genannt,cite-ref-68[68] seine erwartete PrĂ€sidentschaftskandidatur 2006 als kulturellen Rorschachtestcite-ref-69[69] und 2007 als SelbstprĂŒfung der US-amerikanischen IdentitĂ€t dargestellt.cite-ref-70[70] Obama personifiziere das „Sowohl-als-auch“ im Kontrast zum „Entweder-oder“, so dass er die Nation ĂŒber die KulturkĂ€mpfe der 1960er Jahre hinausbringen könne.cite-ref-71[71]

Seine Herkunft, Erziehung im Ausland und Ausbildung an EliteuniversitĂ€ten unterscheiden Obama von frĂŒheren afroamerikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten wie Jesse Jackson, die aus der BĂŒrgerrechtsbewegung kamen.cite-ref-72[72] Gefragt, ob er fĂŒr schwarze WĂ€hler „schwarz genug“ sei, antwortete Obama im August 2007 bei einem Treffen der National Association of Black Journalists: Die Frage sei verfehlt und decke nur auf, „dass wir immer noch in der Stimmung sind, dass, wenn man fĂŒr Weiße ansprechbar ist, mit einem etwas nicht stimmen könne.“cite-ref-73[73]

In Anspielung auf die Inaugurationsrede von PrĂ€sident John F. Kennedy unterstrich Obama im Oktober 2007: „Ich wĂŒrde hier nicht stehen, wenn nicht immer wieder von neuem die Fackel an eine neue Generation gegeben worden wĂ€re.“cite-ref-74[74] Seine Kandidatur galt im Wahlkampf als ErfĂŒllung von Zielen schwarzer BĂŒrgerrechtler: “Rosa sat so Martin could walk; Martin walked so Obama could run; Obama is running so our children can fly.”cite-ref-75[75]

In Martin Luther Kings Heimatkirche appellierte Obama am 20. Januar 2008 an die Einheit der Nation fĂŒr Gerechtigkeit, um den wesentlichen Mangel an Empathie zu beheben. Er kritisierte den andauernden Rassismus gegen Schwarze – etwa am Beispiel eines Vorfalls an einer Kleinstadtschule in Jena (Louisiana) im September 2006cite-ref-76[76] – ebenso wie Diskriminierung von Homosexuellen, Antisemitismus und Vorbehalte gegen Einwanderer auch unter Schwarzen. King habe Weißen und Schwarzen durch sein Lebensbeispiel gezeigt, dass Vergebung und Verantwortung fĂŒreinander möglich seien.cite-ref-77[77]

Gegner und konservative Medien wie der Sender Fox News versuchten, ihn mit Verweis auf seinen zweiten Vornamen „Hussein“ als heimlichen Muslim darzustellen. Sie verbreiteten seit 2007 das GerĂŒcht, er habe als Kind in Indonesien eine strikt muslimische Schule (Madrasa) besucht. Der Vizedirektor dieser Schule erklĂ€rte dazu in einem CNN-Interview: „Wir sind eine öffentliche Schule, wir konzentrieren uns nicht auf Religion.“cite-ref-spon-462186-78-0[78] Im Februar 2008 zeigte ein Foto im Internet Obama mit einem Turban, den er als Gast bei seinem Keniabesuch getragen hatte.cite-ref-79[79] Obamas Wahlkampfteam und parteiunabhĂ€ngige Medien veröffentlichten daraufhin Gegendarstellungen.cite-ref-80[80] Auch sein Kontrahent John McCain wies die Behauptung, Obama sei Muslim, auf einer Wahlkampfveranstaltung zurĂŒck.cite-ref-81[81]

Am 13. MĂ€rz 2008 veröffentlichte der Fernsehsender ABC Passagen aus einer Predigt des Pastors Jeremiah Wright, der Michelle und Barack Obama getraut und ihre Kinder getauft hatte. Mit Bezug auf prophetische Bibeltexte und die Lage fĂŒr Afroamerikaner in US-GefĂ€ngnissen Ă€ußerte er: Nein, nein, nein, nicht Gott segne Amerika! Gott verdamme Amerika 
.cite-ref-82[82] Viele Medien verbreiteten nur diesen Predigtausschnitt und beurteilten ihn als rassistisch und antiamerikanisch.

Am 18. MĂ€rz 2008 bezog Obama dazu und zum Problem des Rassismus in den USA Stellung. Er sprach von der „nie ausgerĂ€umten Rassenfrage“, die ihren Ursprung in der Sklaverei, „der ErbsĂŒnde der Nation“ und die Generation der BĂŒrgerrechtler geprĂ€gt habe, aber die tatsĂ€chlichen Fortschritte und gemeinsamen Probleme von Schwarzen und Weißen nicht verdecken dĂŒrfe.cite-ref-spon-543113-83-0[83] Die Rede löste eine Debatte aus. Als Wright in einem Fernsehinterview und vor der NAACPcite-ref-84[84] und dem National Press Clubcite-ref-85[85] Ă€hnliche Aussagen wie in seinen Predigten wiederholte, distanzierte sich Obama persönlich und politisch Ende April 2008 von ihm. Nachdem ein Gastprediger seiner Heimatgemeinde Obamas Rivalin Hillary Clinton einen fĂŒr Weiße typischen Besitzanspruch auf das PrĂ€sidentenamt nachgesagt hatte,cite-ref-86[86] trat das Ehepaar Obama am 31. Mai 2008 aus der Trinity United Church of Christ in Chicago aus.cite-ref-87[87]

Schon Obamas Vorwahlsiege wurden als „Schlag gegen die OpferidentitĂ€t“ von Afroamerikanern und Indiz fĂŒr die fortgeschrittene Überwindung des Rassismus in den USA gedeutet.cite-ref-faz2007-88-0[88]cite-ref-89[89]

Rolle der Religion

Obama wuchs nach eigener Aussage nicht in einem „religiösen Haushalt“ auf, wurde aber wegen Erfahrungen mit afroamerikanischem Gemeindeleben in Chicago Christ. Schon als Kind besuchte er zeitweise die Sonntagsschule der unitarischen Kirche in Honolulucite-ref-90[90]. Er trat 1985 der United Church of Christ bei, die sich fĂŒr soziale Gerechtigkeit fĂŒr Afroamerikaner im Sinne der Black Theology einsetzt.cite-ref-91[91] Am 28. Juni 2006 hatte er in einer Grundsatzrede zum VerhĂ€ltnis von Religion und Politik kritisiert, dass konservative Christen aus dem Bible Belt liberale Gegner oft als unmoralisch und gottlos zugleich etikettierten, diese umgekehrt Religion im öffentlichen Raum als unvermeidlich irrational, intolerant oder gar fanatisch ablehnten. Stattdessen solle die mögliche Versöhnung von Glaube und moderner pluralistischer Demokratie ernsthaft diskutiert werden, da weit mehr US-BĂŒrger an Engel als an die Evolution glaubten. Dies sei der Ausdruck eines tiefen Sinn- und ErlösungsbedĂŒrfnisses. Er selbst habe in der schwarzen Kirche eine Hoffnungsquelle fĂŒr den Kampf fĂŒr sozialen Wandel, Freiheit und Menschenrechte entdeckt.cite-ref-92[92]

Obama tritt fĂŒr weitgehende rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen ein. FĂŒr die FĂŒrbitte bei seiner Inauguration wĂ€hlte er jedoch den populĂ€ren evangelikalen Prediger Rick Warren, der die gleichgeschlechtliche Ehe ablehnt. Auf Kritik aus der Lesben- und Schwulenbewegung daran antwortete er: Trotz politischer Differenzen sei das Gemeinsame zu unterstreichen.cite-ref-93[93] Er grĂŒndete einen Gebetskreis mit fĂŒnf Pastoren verschiedener Konfessionen, die nicht zur religiösen Rechten der USA gehören und von denen er persönlichen Rat und Hilfe annimmt.cite-ref-94[94]

PrÀsidentschaft

AmtseinfĂŒhrung

Obama reiste am 17. Januar 2009 mit einem historischen Eisenbahnzug Abraham Lincolns an;cite-ref-95[95] am 18. Januar 2009 besuchte er mit seiner Familie ein zu seinen Ehren veranstaltetes großes Rockkonzert vor dem Kapitol.cite-ref-96[96]

Die erste AmtseinfĂŒhrung Obamas fand am 20. Januar 2009 statt. Das Eröffnungsgebet der Zeremonie sprach Gene Robinson, das Schlussgebet der BĂŒrgerrechtler Joseph Lowery. Um 12:05 Uhr Ortszeit nahm der Oberste Richter John Roberts Obama auf der sogenannten Lincoln-Bibel den Amtseid ab. Obama war der erste PrĂ€sident, der als Senator gegen die Nominierung des ihn vereidigenden Richters als Oberster Richter gestimmt hatte. Da beide einige Worte vertauschten und wegließen, wiederholten sie den Eid einen Tag spĂ€ter im Weißen Haus,cite-ref-97[97] um verfassungsrechtliche Zweifel zu beseitigen.cite-ref-98[98]

Erste Maßnahmen

Nachdem seine Regierung (Kabinett Obama) am 20. Januar 2009 gebildet und grĂ¶ĂŸtenteils vereidigt worden war, setzte Obama noch am selben Tag alle noch nicht in Kraft getretenen Verordnungen seines VorgĂ€ngers George W. Bush zur PrĂŒfung aus. Am 21. Januar ließ er alle laufenden MilitĂ€rgerichtsverfahren gegen HĂ€ftlinge im Gefangenenlager Guantanamo Bay fĂŒr 120 Tage aussetzen, um sie juristisch zu ĂŒberprĂŒfen,cite-ref-99[99] und erließ ein Memorandum zum Start der Open Government Initiative, mit der ein „nie dagewesenes Maß an Offenheit in der Regierung“ erreicht werden sollte.cite-ref-100[100] Am 23. Januar verbot er dem US-Geheimdienst CIA die Anwendung von Folter und ordnete die Schließung aller GeheimgefĂ€ngnisse und Auflösung des Lagers Guantanamo Bay innerhalb eines Jahres an.cite-ref-101[101] Damit erfĂŒllte er das Wahlkampfversprechen, den Military Commissions Act aufzuheben und Grundrechte wie das Recht auf richterliche HaftprĂŒfung wiederherzustellen.cite-ref-102[102] Das Gefangenenlager Guantanamo Bay wurde allerdings wĂ€hrend der Amtszeit weder geschlossen noch wurden alle damaligen HĂ€ftlinge entlassen. Unter anderem weigerte sich der Kongress der Vereinigten Staaten, Gefangene in die USA zurĂŒckzunehmen oder Mittel fĂŒr deren Überstellung ins Ausland zur VerfĂŒgung zu stellen.

In den Folgetagen verfĂŒgte Obama eine Einkommensobergrenze fĂŒr Regierungsmitglieder und die Veröffentlichung von RegierungsbeschlĂŒssen, welche die Regierung Bush geheim gehalten hatte. Er erlaubte Finanzhilfen fĂŒr internationale Organisationen, die sich nicht strikt gegen Abtreibung stellen,cite-ref-103[103] und erließ eine DurchfĂŒhrungsverordnung, die es Kalifornien und weiteren Bundesstaaten erlaubt, strengere Abgasvorschriften einzufĂŒhren.cite-ref-104[104] Am 30. Januar 2009 unterzeichnete er ein Gesetz, das es ethnischen Minderheiten und Frauen ermöglicht, einfacher gegen ungleiche Arbeitslöhne vorzugehen.cite-ref-105[105]

Außenpolitik

Diplomatie

Obama war im Wahlkampf dafĂŒr angetreten, AlleingĂ€nge der USA wie unter seinem AmtsvorgĂ€nger zu beenden und neues Vertrauen der Staatengemeinschaft zu gewinnen. Er wolle „durch ihre Tat und als Vorbild“ die diplomatische und moralische FĂŒhrungsrolle der USA in der Welt erneuern. Er wies Isolationismus und Imperialismus zurĂŒck: „Wir können uns weder aus der Welt zurĂŒckziehen noch versuchen, sie in die Unterwerfung zu schikanieren.“cite-ref-106[106]

Das erste Interview nach seinem Amtsantritt gab Obama dem arabischen Sender al-Arabiya.cite-ref-107[107] Zum iranischen Nouruz (Neujahrsfest) bot er dem Iran am 19. MĂ€rz 2009 eine neue Partnerschaft an.cite-ref-108[108] WĂ€hrend seiner Europareise im April 2009 warb er dafĂŒr, die TĂŒrkei voll in die EuropĂ€ische Union aufzunehmen, um so das VerhĂ€ltnis zwischen der westlichen und der muslimischen Welt zu verbessern.cite-ref-109[109]

Am 4. Juni 2009 hielt Obama im Kuppelsaal der UniversitĂ€t Kairo eine Rede an die islamische Welt.cite-ref-110[110] Er warb darin fĂŒr einen Neuanfang im VerhĂ€ltnis zum Islam und mehr Demokratie im arabischen Raum. Er forderte von Israel, den Siedlungsbau im Westjordanland zu beenden, und von den PalĂ€stinensern, Israels Dasein anzuerkennen. Die einzige Zukunft fĂŒr beide liege in der Zweistaatenlösung.cite-ref-111[111] Um keine Zweifel an der SolidaritĂ€t der USA mit Israel aufkommen zu lassen, besuchte Obama tags darauf das KZ Buchenwald.cite-ref-112[112]cite-ref-113[113]

Von Januar 2009 bis Februar 2013 war Hillary Clinton Außenminister in der Regierung Obamas. Von Februar 2013 bis zum Amtsende von Obama im Januar 2017 war der vorherige US-amerikanische PrĂ€sidentschaftskandidat John Kerry Außenminister.

AbrĂŒstung

In seiner Rede am 24. Juli 2008 in Berlin betonte Obama das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen.cite-ref-114[114] Am 5. April 2009 verkĂŒndete er vor der Prager Burg die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen als langfristiges Ziel seiner Politik.cite-ref-115[115]

Ein Jahr spĂ€ter unterzeichnete er mit dem russischen StaatsprĂ€sidenten Medwedew in Prag das New START-Abkommen, das die Zahl der Atomsprengköpfe beider Staaten auf jeweils 1550 reduzieren soll. Dies wurde als bis dahin grĂ¶ĂŸter Erfolg der Außenpolitik Obamas und wichtiger vertrauensbildender Schritt der ehemaligen Gegner im Kalten Krieg gewertet.cite-ref-116[116]

Nachdem Nordkorea im August 2009 zwei US-Journalistinnen freigelassen und bilaterale GesprĂ€che mit den USA ĂŒber sein Atomwaffenprogramm angeboten hatte, erklĂ€rte Obama sich am 12. September 2009 dazu bereit.cite-ref-spon-648546-117-0[117] Am 17. September erklĂ€rte er den Verzicht auf die von Bush geplante Aufstellung von Abwehrraketen in Polen und kĂŒndigte ein „stĂ€rkeres, intelligenteres und schnelleres“ sowie kostengĂŒnstigeres Abwehrsystem gegen iranische Mittelstreckenraketen an. Damit entfiel ein wesentliches Hindernis fĂŒr den atomaren AbrĂŒstungsvertrag mit Russland.cite-ref-faz-1-859409-118-0[118]

Am 24. September 2009 leitete Obama erstmals eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates und brachte die UN-Resolution 1887 ein. Darin wurde ein gemeinsames Vorgehen aller 15 Ratsmitgliedsstaaten gegen die Verbreitung von Atomwaffen und zur weiteren atomaren AbrĂŒstung vereinbart. Vorgesehen war die Sicherung aller nuklearen Materialien innerhalb von vier Jahren. Alle AtommĂ€chte sollten in Verhandlungen ĂŒber einen allgemeinen AbrĂŒstungsvertrag eintreten. Sein Ziel – eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen – begrĂŒndete Obama mit dem Völkerrecht: „Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen und darf niemals gefĂŒhrt werden.“ Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Eine von etwa 100 Staaten getragene Resolution verlangte das Aussetzen aller Atomtests und die rasche Ratifizierung des Kernwaffenteststopp-Vertrags von 1995, dessen Inkrafttreten neun Staaten, darunter die USA, Iran und Nordkorea, bisher blockieren.cite-ref-spon-651119-119-0[119]

Am 12. MĂ€rz 2009 unterzeichnete Obama ein Gesetz, das den Export von Streumunition auf Clusterbomben begrenzt, die weniger als ein Prozent nicht explodierte Munition zurĂŒcklassen, und damit nahezu ausschließt.cite-ref-120[120] Obama war schon 2007 fĂŒr ein Exportverbot fĂŒr Clusterbomben eingetreten. Das internationale Übereinkommen ĂŒber Streumunition trat am 1. August 2010 in Kraft und verbietet diese Waffen völlig.cite-ref-121[121]

Am 24. November 2009 gab Obamas Regierung bekannt, die USA wĂŒrden der Ottawa-Konvention von 1997 zum Bann von Landminen, die auch deren Lagerung verbietet, wegen Sicherheitsbedenken nicht beitreten. Nach weltweiten heftigen Protesten erklĂ€rte ein Sprecher am nĂ€chsten Tag, der Beitritt werde geprĂŒft.cite-ref-spon-663530-122-0[122] Im Mai 2010 drĂ€ngte eine Senatsmehrheit Obama, das Abkommen zu unterzeichnen.cite-ref-123[123] 2014 gab Obama bekannt, dass der Konvention nicht beigetreten werde, die USA sich jedoch dazu verpflichten, keine Landminen auf der Welt einzusetzen; eine Ausnahme sei, hinsichtlich der Gefahr durch Nordkorea, die koreanische Halbinsel.cite-ref-124[124]

Obama strebte eine Zentralbehörde an, die RĂŒstungsexporte der USA kontrollieren, vereinfachen und beschleunigen soll. Kritiker Ă€ußerten die BefĂŒrchtung, dies könne eine Zunahme von Waffenexporten auch in Kriegsgebiete bedeuten.cite-ref-125[125]

Bei einem Gipfeltreffen von 46 StaatsfĂŒhrern in Washington D.C. im April 2010 erreichte Obama gemeinsame BeschlĂŒsse, spaltbares Material besser zu sichern, Atomschmuggel schĂ€rfer zu bestrafen, in Atomreaktoren weniger hoch angereichertes Uran zu verwenden und der IAEA mehr Überwachungsrechte einzurĂ€umen. Es wurde ein AbĂ€nderungsprotokoll zum Plutonium Management and Disposition Agreement unterzeichnet. Die Ukraine sagte zu, ihr gesamtes hochangereichertes Uran bis 2012 zu beseitigen; Russland wollte seinen letzten Reaktor zur Plutonium-Herstellung stilllegen.cite-ref-stern-1558301-126-0[126] Nach einem Bericht der New York Times handelt es sich zunĂ€chst nur um einen Abbau der strategischen Waffen; das taktische Nuklearwaffen-Arsenal wird dagegen mit viel Geld modernisiert.cite-ref-127[127]

Am 27. Mai 2016 besuchte Obama als erster US-amerikanischer PrĂ€sident Hiroshima; zuvor hatte er am G7-Gipfel in Ise-Shima teilgenommen. 71 Jahre nach dem Atombombenabwurf auf die japanische Stadt legte er gemeinsam mit dem japanischen Premierminister Shinzƍ Abe einen Kranz am Kenotaph fĂŒr die Opfer der Atombombe im Friedenspark nieder und sprach sich erneut fĂŒr eine atomwaffenfreie Welt aus.cite-ref-128[128] Zuvor hatte Obama erklĂ€rt, dass er sich fĂŒr den Atombombenabwurf nicht entschuldigen werde. Er wollte gemeinsam mit Abe „der Welt die Möglichkeit der Aussöhnung zeigen, dass frĂŒhere Feinde die stĂ€rksten VerbĂŒndeten werden können“.cite-ref-spon-1094454-129-0[129]

Entwicklungs- und Katastrophenhilfe

Außenministerin Hillary Clinton beschrieb am 13. Januar 2009 als vorrangige Ziele der Afrikapolitik Obamas: „den Kampf gegen al-Qaidas Versuche, in gescheiterten Staaten am Horn von Afrika Zuflucht zu suchen; afrikanischen Nationen zu helfen, ihre natĂŒrlichen Ressourcen zu erhalten und faire Profite zu erlangen; den Krieg im Kongo zu stoppen; die Autokratie in Simbabwe und die menschliche VerwĂŒstung in Darfur zu beenden.“cite-ref-130[130]

Seit 2005 hatte Obama energischeres Handeln gegen den Völkermord in Darfur gefordertcite-ref-131[131] und 180.000 US-Dollar seiner privaten Anlagen, die in Verbindung mit dem Sudan gebracht werden konnten, desinvestiert.cite-ref-132[132] Am 19. Oktober 2009 rĂŒckte er von stĂ€rkeren Sanktionen gegen den Sudan ab und erklĂ€rte sich bereit, unter bestimmten Bedingungen mit dessen PrĂ€sident Umar al-Baschir zusammenzuarbeiten. Man werde aber internationale Anstrengungen unterstĂŒtzen, die fĂŒr Genozid und Kriegsverbrechen in Darfur Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Sudan bleibe auf der Liste der staatlichen Förderer von Terrorismus.cite-ref-133[133]

Obamas Regierung unterstĂŒtzte die Regierung Somalias militĂ€risch und finanziell, etwa mit 40 Tonnen Waffen fĂŒr ihren Kampf gegen die als islamistisch eingestufte Organisation al-Shabaab,cite-ref-134[134] um so eine befĂŒrchtete Anziehung von al-Qaida und anderen terroristischen Gruppen zu verhindern.cite-ref-135[135]

Obama hatte im Wahlkampf versprochen, die jĂ€hrliche Entwicklungshilfe der USA bis 2012 auf 50 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln. Er initiierte den „Global Poverty Act of 2007“, um eine Strategie zur Reduktion der weltweiten Armut zu entwickeln.cite-ref-136[136] Er unterstĂŒtzt die Millennium Development Goals.cite-ref-137[137]

Am 14. Januar 2010 sagte Obama 100 Millionen US-Dollar Soforthilfe fĂŒr das zwei Tage zuvor von einem schweren Erdbeben getroffene Haiti zu, entsandte zunĂ€chst 3500 Soldaten, 2000 Marineinfanteristen, medizinisches Personal und den US-FlugzeugtrĂ€ger Carl Vinson in die Katastrophenregion und setzte seine AmtsvorgĂ€nger George W. Bush und Bill Clinton ein, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Damit ĂŒbernahm die US-Regierung die FĂŒhrung bei der internationalen Katastrophenhilfe fĂŒr Haiti.cite-ref-spon-671972-138-0[138]

Am 4. August 2010 gewĂ€hrte Obama zunĂ€chst zehn Millionen US-Dollar Soforthilfe fĂŒr die Flutopfer in Pakistan, Armeehubschrauber zu ihrer Rettung und Ausgabe von halāl-konformen Mahlzeiten.cite-ref-139[139] Die Gesamthilfe der USA wuchs bis zum 4. September auf ĂŒber 230 Millionen US-Dollar; etwa 2,5 Millionen Pfund HilfsgĂŒter wurden verteilt und 10.051 Menschen evakuiert.cite-ref-140[140]

Nahostkonflikt

Nach einem Ultimatum Obamas, eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt innerhalb eines Jahres auszuhandeln, trafen sich Benjamin Netanjahu und Mahmud Abbas am 2. September 2010 in Washington D.C. erstmals zu direkten GesprĂ€chen.cite-ref-141[141] Am 23. September 2010 rief Obama die UN-Vollversammlung dazu auf, diese Verhandlungen zu unterstĂŒtzen und anzuerkennen, dass Israels Sicherheit nur durch ein unabhĂ€ngiges PalĂ€stina und dieses nur durch friedliche Mittel und wahre Versöhnung mit Israel erreichbar seien.cite-ref-142[142]

Ende 2011 stellte Obama die finanziellen Zuwendungen der USA an die UNESCO ein, nachdem die Organisation die palÀstinensischen Autonomiegebiete als Mitglied aufgenommen hatte.cite-ref-143[143]

Iran

Obama wollte den Iran an der Herstellung von Atomwaffen hindern. Dazu erwog er schon im Senatswahlkampf 2004 mögliche Raketenangriffe auf das Land.cite-ref-144[144] Im PrĂ€sidentschaftswahlkampf 2007 schloss er direkte GesprĂ€che ĂŒber das Atomprogramm des Iran ohne bestimmte Vorbedingungen nicht aus. Obwohl die USA „keine Option, einschließlich militĂ€rischer Handlungen, vom Tisch nehmen“ sollten, seien „anhaltende und energische Diplomatie kombiniert mit harten Sanktionen die primĂ€ren Mittel“, um iranische Atomwaffen zu verhindern.cite-ref-145[145] Ab Anfang 2015 beteiligten sich die USA an einem Atomabkommen mit dem Iran, das im Verlauf einen Abschluss fand. Das Abkommen enthĂ€lt unter anderem Vorgaben zur internationalen Kontrolle bezĂŒglich der iranischen Urananreicherung und dem Bestand. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gelockert. Die Beteiligung der USA an dem Abkommen wurde international aufmerksam beobachtet, viele Republikaner kritisierten das Abkommen, ebenso wie der israelische MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu. Auch nach der Wahl Donald Trumps im November 2016, der das Abkommen scharf kritisierte und dessen Partei Obama aufforderte, keine weiteren Schritte mehr zu unternehmen, hielt die Obamaadministration an dem Abkommen fest und erlaubte es mehreren amerikanischen Unternehmen, wirtschaftlich mit dem Iran in Kontakt zu treten.cite-ref-146[146]cite-ref-147[147]

Mitte 2016 flog die US-Regierung palettenweise Bargeld im Wert von 400 Millionen US-Dollar in den Iran. Dabei handelte es sich um die RĂŒckzahlung einer ersten Rate fĂŒr Kampfflugzeuge, welche die USA nie geliefert hatte.cite-ref-148[148] Der Betrag ist ein Teil einer Geldsumme, welche die USA seit mehreren Jahrzehnten durch einen Kaufvertrag schulden, jedoch wegen des politischen Umsturzes im Iran 1979 nicht ausbezahlten. Die Zahlung des Betrags, der die jĂ€hrlich angehĂ€uften Zinsen beinhaltet, war Teil des Atomabkommens. Gleichzeitig wurden amerikanische HĂ€ftlinge im Iran entlassen. Kritisiert wurde das Vorgehen durch mehrere Republikaner, die es als Lösegeldzahlung werteten, welche die USA erpressbar mache.cite-ref-149[149]

Saudi-Arabien und Jemen

Bei der MilitĂ€rintervention im Jemen ab 2015 unterstĂŒtzte Obama Saudi-Arabien mit Logistik, Geheimdienstinformationen und Waffen. Dies wurde als ein Entgegenkommen gegenĂŒber Saudi-Arabien gewertet, da er sich zuvor mit dem – von Saudi-Arabien als Feind betrachteten – Iran auf ein Atomabkommen verstĂ€ndigt hatte.cite-ref-150[150]

Irak

Entgegen der damaligen Mehrheitsmeinung, auch die der demokratischen Partei,cite-ref-151[151] lehnte Obama den Irakkrieg bei einer Antikriegskundgebung am 2. Oktober 2002 öffentlich ab:cite-ref-152[152]

„Ich weiß, dass eine Invasion im Irak ohne klare BegrĂŒndung und ohne starke internationale UnterstĂŒtzung nur die Feuer des Nahen Ostens anfachen wird, die schlechtesten statt der besten Antriebe der arabischen Welt fördern und den Rekrutierungsarm der al-Qaida stĂ€rken wird. Ich bin nicht gegen alle Kriege. Ich bin gegen dumme Kriege.“

Als Obama das Amt ĂŒbernahm, waren die USA noch in einem Kampfeinsatz im Irak involviert. 2007 stellte er einen RĂŒckzugsplan vor.cite-ref-153[153] Am 27. Februar 2009 verkĂŒndete er das Ende aller US-Kampfmissionen im seit 2003 besetzten Irak und den Abzug der meisten dortigen US-Kampftruppen innerhalb von 18 Monaten. Diese verließen den Irak planmĂ€ĂŸig bis zum 19. August 2010.cite-ref-154[154] Ab Ende 2011 waren nur noch wenige Truppen zum Schutz der Botschaft und zum Training des irakischen MilitĂ€rs im Land stationiert.cite-ref-155[155]

Nachdem die Terrororganisation Islamischer Staat 2014 einen großen Teil des Iraks erobert hatte, lieferten die USA Waffen an die Truppen der kurdischen Regierung im Nordirak, die Peschmerga, und flogen Luftangriffe auf Stellungen der Terrororganisation.cite-ref-156[156] Obgleich 2011 nach dem formalen Truppenabzug quasi keine US-Soldaten mehr im Irak stationiert waren und auch keine weiteren vorgesehen waren, wurden wegen des bĂŒrgerkriegsĂ€hnlichen Zustandes in weiten Teilen des Landes schrittweise wieder Soldaten in den Irak entsandt, sodass es 2016 etwa 5000 amerikanische Soldaten im Irak gab, primĂ€r um das irakische MilitĂ€r bei der AusrĂŒstung, Planung und AusfĂŒhrung zu unterstĂŒtzen.cite-ref-157[157]

Afghanistan und Pakistan

Ebenso wie fĂŒr den Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak trat Obama als PrĂ€sidentschaftskandidat fĂŒr die zielgerichtete Fortsetzung des Antiterrorkrieges in Afghanistan ein. In einer Debatte sagte er, er wĂŒrde auch ohne Zustimmung der Regierung Pakistans dort versammelte Al-Qaida-FĂŒhrer angreifen lassen.cite-ref-158[158] Hintergrund war eine abgebrochene MilitĂ€roperation 2005.cite-ref-159[159]

Im Februar 2009 ließ Obama zunĂ€chst 17.000,cite-ref-160[160] am 1. Dezember 2009 nochmals 30.000 zusĂ€tzliche US-Soldaten nach Afghanistan entsenden,cite-ref-161[161] um Al-Qaida und die Taliban in deren RĂŒckzugsgebieten wirksamer zu bekĂ€mpfen und den zivilen Wiederaufbau zu verstĂ€rken. Die Entscheidung zur Truppenaufstockung wurde in der demokratischen Partei kontrovers gesehen, sodass er die Stimmen der Republikaner im Senat und im Kongress benötigte und erhielt.cite-ref-162[162] Im Juli 2011 wollte er die US-Truppen allmĂ€hlich abziehen.cite-ref-163[163]

Der EnthĂŒllungsjournalist Bob Woodward berichtete 2010, Obama habe im Kabinett auf einem Abzugsplan fĂŒr den Afghanistaneinsatz bestanden und die US-Truppen um 10.000 Soldaten weniger als von US-MilitĂ€rs gefordert aufgestockt, um eine Eskalation des Krieges, ausufernde Kosten und eine Ablehnung der Truppenaufstockung im Kongress zu vermeiden.cite-ref-164[164]cite-ref-spon-719051-165-0[165] Nach dessen abfĂ€lligen InterviewĂ€ußerungen entließ Obama im Juni 2010 den kommandierenden General Stanley A. McChrystal und berief David Petraeus an seine Stelle.cite-ref-166[166]

Obama fĂŒhrte die von seinem VorgĂ€nger begonnenen Drohnenangriffe in Pakistan und Afghanistan fort und ließ mutmaßliche Terroristen im Grenzgebiet beider Staaten vermehrt durch unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen) aufspĂŒren und gezielt töten. Die völkerrechtliche Basis dafĂŒr ist umstritten.cite-ref-167[167]cite-ref-168[168] Obama verfolgte in Afghanistan und Pakistan grundsĂ€tzlich eine harte Gangart. So nahm die Anzahl der US-Drohnenangriffe in Pakistan seit Beginn seiner Amtszeit massiv zu.cite-ref-169[169]cite-ref-170[170] Die Zahl der Angriffe mit unbemannten Flugobjekten hat sich im Vergleich zum letzten Amtsjahr von Bush unter der Regierung Obama vervielfacht. Wurden in den acht Jahren der Amtszeit von George W. Bush in Pakistan bei Drohnenangriffen insgesamt 340 Personen getötet, so waren allein in den ersten zwei Jahren der Amtszeit von Barack Obama bis zu 1718 Personen durch Drohnenangriffe gezielt getötet worden.cite-ref-casualties-171-0[171] Laut Angaben der Huffington Post wurden bis Ende Januar 2014 ĂŒber 2400 Menschen Opfer der Drohnen-Angriffe unter PrĂ€sident Obama.cite-ref-172[172]

Auch in Afghanistan verfolgte Obama, stĂ€rker als sein AmtsvorgĂ€nger, die Strategie schwerer Luftangriffe, denen hĂ€ufig auch Zivilisten zum Opfer fallen. Allein bei einem Bombenangriff in Granai wurden bis zu 145 Zivilisten getötet.cite-ref-173[173] Öfter starben bei diesen Luftangriffen dutzende Zivilisten, darunter auch Kinder.cite-ref-174[174]cite-ref-175[175] International am meisten beachtet wurde der Luftangriff bei Kundus.

Am 1. Mai 2011 wurde der Al-Qaida-FĂŒhrer Osama bin Laden in Abbottabad, Pakistan, durch ein Spezialkommando der Navy SEALs erschossen.cite-ref-rip-176-0[176] Danach gab Obama das Ergebnis der Operation Neptune Spear in einer Rede an die Nation bekannt.cite-ref-spon-760028-177-0[177] Daraufhin stiegen die Zustimmungsraten fĂŒr seine Politik in reprĂ€sentativen Umfragen um neuncite-ref-178[178] bis elf Prozentpunkte.cite-ref-179[179] Obama erklĂ€rte am 4. Mai, wegen Sicherheitsrisiken werde er keine Fotografien des Getöteten freigeben.cite-ref-180[180]

Nach dem offiziellen Ende des Kampfeinsatzes in Afghanistan Ende 2014 war geplant,cite-ref-181[181] dass die verbleibenden 9800 US-Soldaten in der Resolute-Support-Mission ab 2015 nur noch in sichernder und ausbildender TĂ€tigkeit eingesetzt werden. Obama Ă€nderte jedoch die ursprĂŒnglichen PlĂ€ne und erlaubte weiterhin Angriffe gegen Talibanstellungen und KampfjeteinsĂ€tze.cite-ref-182[182] Die schrittweise Verringerung der TruppenstĂ€rke wurde ebenfalls mit Hinblick auf die Sicherheitslage verlangsamt, sodass bis zum Ende der Amtszeit noch 8.400, anstatt wie vorgesehen 5.500 Soldaten in Afghanistan stationiert waren.cite-ref-183[183]

Arabischer FrĂŒhling

Obama reagierte zögernd auf die Proteste in der Arabischen Welt und sprach sich erst nach der Revolution in Tunesien fĂŒr eine Demokratisierung dieses Landes aus.cite-ref-184[184] Anfang Februar forderte er Ägyptens PrĂ€sident Hosni Mubarak ĂŒber einen US-Gesandten auf, seinen RĂŒcktritt vorzubereiten.cite-ref-185[185] Am 11. Februar lobte er die Revolution in Ägypten 2011 fĂŒr ihre Gewaltlosigkeit und die ZurĂŒckhaltung des Ă€gyptischen MilitĂ€rs, warnte aber, den Ägyptern stĂŒnden nun „harte Tage“ bevor.cite-ref-186[186]

Am 23. Februar rief Obama Libyens Regent Muammar al-Gaddafi auf, seine Gewalt gegen sein Volk im BĂŒrgerkrieg in Libyen 2011 zu beenden. Er halte sich alle, auch militĂ€rische Optionen offen.cite-ref-hb-187-0[187] Am 26. Februar erklĂ€rte er, Gaddafi habe seine LegitimitĂ€t verloren und mĂŒsse abtreten.cite-ref-188[188] Er warnte vor einer US-MilitĂ€rintervention, die Araber als unzulĂ€ssige Einmischung betrachten und die ihre Revolutionen ersticken könne.cite-ref-189[189] Am 17. MĂ€rz befahl er US-Piloten, LuftschlĂ€ge gegen Libyens Armee auszufĂŒhren. Die Entscheidung folgte GesprĂ€chen mit Außenministerin Hillary Clinton und Beratern wie Samantha Power und UN-Botschafterin Susan Rice, die Vergleiche mit dem Nichteingreifen der USA beim Völkermord in Ruanda zogen.cite-ref-190[190] Ab dem 19. MĂ€rz beteiligten sich die USA am internationalen MilitĂ€reinsatz in Libyen zur Durchsetzung einer Flugverbotszone nach UN-Resolution 1973.cite-ref-welt-12914687-191-0[191] Obama zufolge sollten dabei die EuropĂ€er die FĂŒhrungsrolle ĂŒbernehmen.cite-ref-zeit-2014-02-11-192-0[192]

Auf Kritik an mangelnder AufklĂ€rung ĂŒber Ziele, Dauer und Kosten des Einsatzescite-ref-193[193] und das verfassungswidrige Übergehen des Kongressescite-ref-194[194] reagierte Obama am 28. MĂ€rz mit einer Rede an die Nation. Er erklĂ€rte den MilitĂ€reinsatz gegen Gaddafis Armee als letztes Mittel, ein Massaker in Bengasi zu verhindern und die UN-Resolution 1973 durchzusetzen. Die von europĂ€ischen VerbĂŒndeten und einigen arabischen Staaten unterstĂŒtzten Luftangriffe hĂ€tten Gaddafis Vormarsch gestoppt und den Rebellen die RĂŒckeroberung einiger StĂ€dte ermöglicht. Die USA hĂ€tten ihre FĂŒhrung wie angekĂŒndigt der NATO ĂŒbergeben, um so Risiken und Kosten fĂŒr die USA zu reduzieren.

Die USA könnten nicht bei jeder UnterdrĂŒckung eines Volkes eingreifen, hier aber habe man die einzigartige Chance gehabt, ein „entsetzliches Massaker“ aufgrund libyscher Hilfebitten mit einem UN-Mandat und internationaler, auch arabischer Hilfe abzuwenden. Dies nicht zu tun, wĂ€re Verrat an amerikanischer IdentitĂ€t gewesen und hĂ€tte die Nachbarstaaten Libyens destabilisieren, den arabischen Demokratisierungsprozess ersticken und die UNO-GlaubwĂŒrdigkeit zerstören können. Dies wĂ€re auf Dauer teurer geworden fĂŒr die USA.

Das Ziel, Gaddafi zu stĂŒrzen und eine Demokratie aufzubauen, sei Sache der Libyer selbst. Sein gewaltsamer Sturz von außen hĂ€tte die Koalition gespalten und den Einsatz von Bodentruppen erfordert oder viele zivile Opfer von LuftschlĂ€gen riskiert. Dieser Fehler sei schon mit dem Irakkrieg gemacht worden und dĂŒrfe wegen der Kosten nicht wiederholt werden. Das Waffenembargo, Stopp der Geldströme, Überwachen der Flugverbotszone und Ermutigen der Opposition zum Sturz Gaddafis werde jedoch weiter verfolgt.

Obama plĂ€dierte zum Schluss fĂŒr humanitĂ€re MilitĂ€reinsĂ€tze bei Naturkatastrophen, Völkermord, zur Erhaltung von regionaler Sicherheit und Welthandel: dann, wenn die USA um Hilfe gebeten wĂŒrden, andere Staaten ihren Anteil ĂŒbernĂ€hmen und alle Beteiligten die Prinzipien von Gerechtigkeit und Frieden einhielten. Auf diese Weise könnten und mĂŒssten die USA Völker, die Demokratie anstreben, unterstĂŒtzen.cite-ref-195[195]

Deutsche Beobachter beurteilten diese Passage als „Obamadoktrin“, die erstmals Obamas Bedingungen fĂŒr US-MilitĂ€rinterventionen genannt habe.cite-ref-spon-753714-196-0[196]cite-ref-zeit-2011-03-29-197-0[197]

Am 11. September 2012 ereignete sich ein Anschlag auf das amerikanische Konsulat in Bengasi, bei dem der Botschafter J. Christopher Stevens und drei weitere Konsulatsmitarbeiter getötet wurden. Hillary Clinton, die damalige US-amerikanische Außenministerin, wurde nach dem Anschlag dafĂŒr kritisiert, dass er gelingen konnte und nicht durch stĂ€rkere Sicherheitsvorkehrungen verhindert wurde.cite-ref-198[198]

Nach dem Sturz Gaddafis ergab sich ein Machtvakuum, und Libyen wurde destabilisiert. Mehrere nebeneinander existierende Regierungen bekĂ€mpften sich gegenseitig. Obama nannte in einem Interview am 11. April 2016 die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten und ihre VerbĂŒndeten sich nicht genĂŒgend um stabile VerhĂ€ltnisse in Libyen in der Nach-Gaddafi-Zeit gekĂŒmmert hĂ€tten, den wohl grĂ¶ĂŸten Fehler seiner gesamten Amtszeit.cite-ref-199[199]

Syrien

Im MĂ€rz 2011 gab es in mehreren StĂ€dten Syriens, wie in Dara oder Damaskus, Proteste gegen die Regierung, die schnell eskalierten. Die Regierung unter Baschar al-Assad ordnete ein hartes Vorgehen an, sodass es schnell zu TodesfĂ€llen kam. Im Laufe des Jahres wurde die Lage im Land zusehends unĂŒberschaubar, teilweise schlossen sich syrische Einheiten den Demonstranten und Rebellengruppen an. Schon im August 2011 forderte Obama, und auch europĂ€ische LĂ€nder, den RĂŒcktritt Assads. Nachdem die UN es nicht schaffte einen Waffenstillstand herbeizufĂŒhren und die Situation im Land sich verschlechterte, sagte Obama im August 2012, dass bei einem Einsatz von Chemiewaffen eine „rote Linie“ ĂŒberschritten sei und er dann eine militĂ€rische Intervention in ErwĂ€gung ziehe.cite-ref-200[200]cite-ref-latchsyr-201-0[201]

WĂ€hrend des gesamten BĂŒrgerkrieges in Syrien stellte sich Obama klar auf die Seite der syrischen Opposition und ließ diese im Rahmen der von ihm im FrĂŒhjahr 2013 genehmigten CIA-Operation Timber Sycamore sowie im Rahmen der im Jahr 2014 begonnenen CIA-Operation Syrian Train and Equip Programcite-ref-202[202] militĂ€risch ausbilden und bewaffnen.cite-ref-203[203] 2013 forderte er schließlich einen MilitĂ€rschlag aufgrund der Giftgasangriffe von Ghuta, die von Seiten der UN Gegenstand einer Untersuchung war.cite-ref-welt-119798367-204-0[204]cite-ref-spon-920009-205-0[205] Der angestrebte MilitĂ€rschlag gegen die Regierung von Baschar al-Assad war umstritten, da die Urheberschaft des Sarin-Angriffs auf die Bevölkerung nicht zweifelsfrei erwiesen war und nicht alle Beweise nachprĂŒfbar seien. WĂ€hrend Russland die Rebellengruppierungen verdĂ€chtigte, beschuldigten Frankreich, die Arabische Liga und auch Großbritannien den syrischen PrĂ€sidenten Assad, die Waffen eingesetzt zu haben.cite-ref-spon-919046-206-0[206] Im Abschlussbericht der UN Ende 2013 bestĂ€tigte sich die Vermutung, dass mehrfach Giftgas eingesetzt, wurde.cite-ref-207[207] Bis 2016 wurden 9 FĂ€lle von Giftgaseinsatz dokumentiert, davon konnten zweifelsfrei zwei der syrischen Armee unter Assad und einer der Terrororganisation IS zugeschrieben werden.cite-ref-208[208] Zwischen 2012 und 2013 war eine militĂ€rische Intervention wahrscheinlicher geworden, der vermutete militĂ€rische Eingriff blieb jedoch aus, auch der von Obama befragte Kongress stimmte negativ ĂŒber einen MilitĂ€rschlag ab. Schließlich ließ Assad den Großteil des Chemiewaffenarsenals zerstören.cite-ref-latchsyr-201-1[201]

Ab 2014 spitzte sich die Situation in Syrien weiter zu, Rebellengruppen waren vermehrt zersplittert und mehrere islamistische Gruppierungen wie die al-Nusra-Front, primĂ€r jedoch der IS, nahmen große Teile des Landes ein. Im September begann eine Koalition, gefĂŒhrt unter den USA, mit LuftschlĂ€gen gegen Stellungen des IS. Kurdische KĂ€mpfer schafften es mit Hilfe der LuftschlĂ€ge einige Gebiete des Nordens, und die Stadt Kobane, wieder von den islamistischen Gruppierungen zu befreien. 2015 begann Russland ebenfalls mit LuftschlĂ€gen, jedoch um die angeschlagenen KrĂ€fte des syrischen PrĂ€sidenten Assad zu unterstĂŒtzen. FriedensgesprĂ€che in den folgenden Monaten in Wien und Genf hatten keinen durchschlagenden Erfolg. Die Situation im Land blieb angespannt.cite-ref-latchsyr-201-2[201] Im November 2015 kĂŒndigte Obama die Aufnahme von 10.000 syrischen FlĂŒchtlingen an.cite-ref-209[209]

Die US-LuftschlÀge unter Obama wurden hinsichtlich ihrer völkerrechtlichen Legitimation und dem fehlenden Bezug auf das Prinzip der Schutzverantwortung kontrovers diskutiert und vom Rechtswissenschaftler Stefan Oeter als völkerrechtswidrig eingestuft.cite-ref-210[210]cite-ref-211[211]

Bei seiner letzten Pressekonferenz als PrĂ€sident sagte Obama, dass er sich verantwortlich fĂŒhle fĂŒr das Leid in Syrien. Seine Administration sei „durch jede Option gegangen“ um die Gewalt einzudĂ€mmen.cite-ref-212[212] Obamas gemĂ€ĂŸigte Herangehensweise an den Syrienkonflikt wurde teilweise harsch kritisiert, da eine humanitĂ€re Katastrophe mit mehreren hunderttausenden Toten nicht verhindert werden konnte. BefĂŒrworter der Politik Obamas halten ihm zugute, dass die USA in keinen weiteren teuren Bodenkrieg im Nahen Osten hineingezogen wurden.cite-ref-213[213]cite-ref-214[214]cite-ref-215[215]

Ukraine

Ende 2013 begannen im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew Demonstrationen gegen die Regierung und den damaligen PrĂ€sidenten Wiktor Janukowytsch. Vorausgegangen war ein geplantes, aber von Janukowytsch ausgesetztes, Handelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine. In den folgenden Monaten hielten Proteste gegen die Regierung an. Im Februar 2014 kam es zu mehreren TodesfĂ€llen von zahlreichen Demonstranten, Janukowytsch verließ schließlich das Land. Im Verlaufe des bewaffneten Konflikts in der Ukraine und der Annexion der Krim 2014 warnte Obama Russland vor einer Verletzung der ukrainischen SouverĂ€nitĂ€t und forderte den RĂŒckzug russischer Truppen; zudem erhoben die USA und die EU Sanktionen gegenĂŒber Russland. WĂ€hrend prorussische Separatisten die UnabhĂ€ngigkeit in einigen Gebieten der östlichen Ukraine ausriefen, begann die neue Regierung in Kiew ihrerseits mit militĂ€rischen Aktionen.cite-ref-216[216]cite-ref-217[217]

Im weiteren Verlauf der Krise verhandelten primĂ€r Russland, die Ukraine, Deutschland und Frankreich ĂŒber eine Verbesserung der Situation, so wurde das Minsk II Abkommen ausgearbeitet. Die USA unterstĂŒtzten die ukrainische Regierung und bildeten ukrainische Soldaten aus.cite-ref-218[218] Da bis Ende 2016 keine komplette Waffenruhe im Land eingetreten war, und die Einhaltung des Minsker Waffenstillstands durch Russland von Frankreich und Deutschland nicht als gewĂ€hrleistet angesehen wurde, verlĂ€ngerten die EU und die USA die verhĂ€ngten Sanktionen gegen Russland.cite-ref-219[219]

Kuba

Siehe auch

:

Abschnitt „PrĂ€sidentschaft von Barack Obama“ in den Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten

Kurz nach seinem Amtsantritt kĂŒndigte Obama im April 2009 auf dem Amerika-Gipfel an, dass er einen Neubeginn der Beziehungen zu Kuba anstrebte. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden LĂ€ndern waren zu diesem Zeitpunkt seit knapp 50 Jahren unterbrochen.cite-ref-220[220] Im Dezember 2013 gab es einen Handschlag zwischen dem US-PrĂ€sidenten und dem kubanischen PrĂ€sidenten RaĂșl Castro, was fĂŒr viel Aufmerksamkeit sorgte.cite-ref-spon-938340-221-0[221] Es kam im April 2015 erstmals seit 1956 zu einem persönlichen GesprĂ€ch der PrĂ€sidenten beider Staaten.cite-ref-222[222] Obama lockerte außerdem das Embargo gegen Kubacite-ref-223[223] und strich Kuba von der Liste Terrorismus unterstĂŒtzender Staaten.cite-ref-derstandard-2000014327553-224-0[224]

Vom 20. bis 22. MĂ€rz 2016 besuchte Barack Obama Kuba, um mit RaĂșl Castro ĂŒber eine weitere Vertiefung des AnnĂ€herungsprozesses zu sprechen. Er war das erste Staatsoberhaupt der USA in dem Land seit Calvin Coolidge im Jahr 1928.cite-ref-spon-1083326-225-0[225]

Myanmar und China

Als erster PrĂ€sident der Vereinigten Staaten besuchte Barack Obama Ende 2012 Myanmar. Er traf auf die OppositionsfĂŒhrerin Aung San Suu Kyi und den StaatsprĂ€sidenten Thein Sein. Er lobte die politische Öffnung des Landes und forderte die Regierung zu weiteren Reformen auf.cite-ref-abendblatt-111266004-226-0[226] Im November 2014 besuchte Obama das Land im Rahmen des Gipfeltreffens der Staatengemeinschaft ASEAN erneut und forderte die DurchfĂŒhrung freier Wahlen. Gleichzeitig Ă€ußerte er seine Besorgnis ĂŒber die Gewalt gegen die Minderheit der Rohingya in Myanmar.cite-ref-227[227]

Unter Barack Obama bauten die USA ihre Beziehungen zu China aus, bereits im November 2009 besuchte er auf Einladung von Hu Jintao das Land.cite-ref-228[228] Trotz der verstĂ€rkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Staaten war die Begrenzung von Chinas Einfluss als ein Ziel der amerikanischen Außenpolitik wĂ€hrend Obamas PrĂ€sidentschaft.cite-ref-229[229]

Afrika

Nach einer mehrtĂ€gigen Reise durch LĂ€nder Afrikas (u. a. Kenia, Herkunftsland seines Vaters) sprach Obama am 28. Juli 2015 als erster US-PrĂ€sident vor der Afrikanischen Union in Addis Abeba. Er forderte die Welt auf, Afrika als Handelspartner zu sehen und lobte die Fortschritte in Bereichen wie Bildung und Wirtschaft. Zugleich kritisierte er Demokratiedefizite bzw. Scheindemokratien und „Langzeitherrscher“ auf dem Kontinent.cite-ref-230[230] Er warb fĂŒr den verstĂ€rkten Kampf gegen Korruption und Diskriminierung und fĂŒr mehr demokratische Teilhabe, um den Lebensstandard deutlich zu verbessern.cite-ref-231[231]

Innenpolitik

Wirtschaft und Soziales

Obama versprach im Wahlkampf Ausgabenkontrolle, eine RĂŒckfĂŒhrung der Staatsschulden und Steuersenkungen fĂŒr mittlere und schwache Einkommen. Staatliche Einnahmeneinbußen sollten durch Einsparungen in anderen Haushaltsetats ausgeglichen werden. Zwei „Steuersenkungspakete“ der Bush-Regierung sollten ursprĂŒnglich 2011 auslaufen und Subventionen fĂŒr die Ölindustrie und Raumfahrt gekĂŒrzt werden.cite-ref-232[232] Obama orientierte sich am vorsorgenden Sozialstaat in der Tradition der nach Robert Rubin benannten Rubinomics. Neben diesem schon fĂŒr US-PrĂ€sident Bill Clinton tĂ€tigen Berater waren Austan Goolsbee, Paul Volcker und Laura Tyson fĂŒr Obama tĂ€tig,cite-ref-233[233] einige im Beratergremium President’s Economic Recovery Advisory Board (PERAB).cite-ref-234[234] Zu seinen Beratern gehörte auch der Verhaltensökonom Richard Thaler.

Am 17. Februar 2009 unterschrieb Obama den American Recovery and Reinvestment Act, ein 787 Milliarden US-Dollar großes Konjunkturprogramm, das die Effekte der Finanzkrise ab 2007 und Wirtschaftskrise abdĂ€mpfen und vor allem durch ZuschĂŒsse zu staatlichen und kommunalen Projekten 3,5 Millionen ArbeitsplĂ€tze erhalten oder neu schaffen sollte, vor allem bei Dienstleistungen, Infrastruktur und umweltfreundlicher Energie.cite-ref-235[235] Das Programm verlangsamte den Anstieg der Arbeitslosigkeit und belebte die Binnenkonjunktur, behob aber nicht die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit. Deshalb kĂŒndigte Obama am 6. September 2010 (Labor Day) ein weiteres Konjunkturprogramm von 50 Milliarden US-Dollar zum Ausbau der Infrastruktur an.cite-ref-236[236]

Um eine geregelte Insolvenz mit dem Ziel der Rettung der Autoindustrie zu sichern, gab die Bundesregierung Staatshilfen an General Motors und Chrysler. Chrysler erhielt 12,3 Milliarden US-Dollar, davon wurden nach erfolgreichem Abschluss des Insolvenzverfahrens 11,13 Milliarden US-Dollar an die Bundesregierung zurĂŒckgezahlt. General Motors erhielt 49,5 Milliarden US-Dollar Staatshilfen, von denen 39 Milliarden US-Dollar zurĂŒckgezahlt wurden. Nach einer Studie des Center for Automotive Research hat die Staatsrettung der Autoindustrie 2,63 Millionen ArbeitsplĂ€tze gerettet und $105 Milliarden an Steuereinnahmen gerettet bzw. an Kosten fĂŒr Sozialleistungen erspart.cite-ref-237[237] Barack Obama sagte in einer Ansprache zur Lage der Nation im Januar 2012, dass die US-Autoindustrie bei seinem Regierungsantritt kurz vor dem Kollaps stand, nach der Staatsrettung aber wieder kerngesund sei. General Motors sei sogar wieder weltweit der grĂ¶ĂŸte Produzent. PolitiFact bewertete die Aussage als halbwahr, die Gesundung der Autoindustrie sei nicht alleine den Staatshilfen zuzuschreiben.cite-ref-238[238]

Obama hatte im Wahlkampf eine Reform des Gesundheitssystems der Vereinigten Staaten versprochen, die dutzende US-PrĂ€sidenten seit 1912 erfolglos angestrebt hatten: Bis 2013 sollte jeder US-BĂŒrger krankenversichert sein.cite-ref-239[239] Dabei hatten Kostensenkungen, eine Versicherungspflicht fĂŒr Kinder und ZuschĂŒsse fĂŒr Kleinunternehmer, um deren Mitarbeiter zu versichern, Vorrang.cite-ref-240[240] Mit Obamas Unterschrift trat am 23. MĂ€rz 2010 mit dem Patient Protection and Affordable Care Act ein historisches Reformgesetz in Kraft, das zunĂ€chst 32 von 47 Millionen bislang unversicherten US-BĂŒrgern pflichtversichert und den Ausschluss wegen einer Vorerkrankung oder zu hoher Arztkosten verbietet.cite-ref-241[241] Das durch AusschĂŒsse entworfene Gesetz erlangte erst nach heftigen Konflikten und zahlreichen Änderungen und Kompromissen eine Mehrheit in Kongress und Senat.cite-ref-242[242] Statt der von Obama favorisierten staatlichen Krankenversicherung wurden Steuerentlastungen fĂŒr BĂŒrger mit niedrigen oder mittleren Einkommen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen eingefĂŒhrt, sofern diese sich versichern.cite-ref-243[243] Das Reformgesetz wurde vom Obersten Gerichtshof in der Entscheidung National Federation of Independent Business v. Sebelius vom 28. Juni 2012 im Wesentlichen fĂŒr verfassungskonform befunden und bleibt somit rechtskrĂ€ftig.

Die umstrittene allgemeine Krankenversicherung („Obamacare“) wurde zum 1. Oktober 2013 eingefĂŒhrt. Laut Umfragen lehnten jedoch 59 Prozent der amerikanischen Bevölkerung diese Reform ab.cite-ref-spon-934316-244-0[244] Computerpannen und Fehlfunktionen bei der EinfĂŒhrung eines internetgestĂŒtzten Versicherungs-Marktplatzes, der laut Obama „so einfach wie der Kauf eines Fernsehers auf Amazon“ sein wĂŒrde, schadeten den Umfragewerten des PrĂ€sidenten, dessen AmtsfĂŒhrung im Oktober 2013 nur noch von 42 % der Bevölkerung fĂŒr gut befunden wurde, wogegen 55 % sich kritisch zeigten.cite-ref-245[245]

Am 21. Juli 2010 unterzeichnete Obama den Dodd/Frank Act und setzte damit die grĂ¶ĂŸte Finanzmarktreform der USA seit der Großen Depression in Kraft. Das Gesetz verlangt eine Regulierungsbehörde fĂŒr den Finanzmarkt und die Ausgliederung des Derivatehandels, beschrĂ€nkt die Rettung notleidender Banken aus Steuermitteln und den Eigenhandel der Banken (Volcker-Regel).cite-ref-246[246] Obama betonte, diese Finanzmarktreformen seien die historisch stĂ€rksten Verbraucherschutzmaßnahmen und böten bessere Informationsmöglichkeiten fĂŒr einfache Anleger.cite-ref-247[247] Opposition und Bankenvertreter kritisierten, das Gesetz werde Arbeitsplatzverluste und zunehmende BĂŒrokratisierung bewirken.cite-ref-spon-706710-248-0[248]

Obama favorisierte ferner Investitionen in die Weiterbildung der arbeitenden Bevölkerung, besonders in die College-Ausbildung.cite-ref-249[249]

Ein mit den Republikanern ausgehandelter Kompromissentwurf Obamas ĂŒber die Besteuerung fand 2013 eine Mehrheit im US-Senat. Darin wurden die noch unter Bush eingefĂŒhrten Steuererleichterungen bis auf weiteres beibehalten; Ausnahmen sind steigende Steuerabgaben hinsichtlich der eingefĂŒhrten allgemeinen Krankenversicherung „Obamacare“ sowie erhöhte Steuern auf KapitaleinkĂŒnfte von Haushalten mit ĂŒber 250.000 US-Dollar Jahreseinkommen.cite-ref-time-money-obamatax-250-0[250] Obama hielt am 6. Dezember 2011 in Osawatomie (Kansas) eine programmatische Rede, in der er die wirtschaftliche Ungleichheit anprangerte. Die zunehmende Ungleichheit strafe das Versprechen des amerikanischen Traums LĂŒgen, dass es jeder schaffen könne, wenn er nur wolle. Es gehe hier nicht um irgendeine politische Debatte, sondern um „die entscheidende Frage unserer Zeit“.cite-ref-spon-802153-251-0[251]cite-ref-252[252]

Das Wirtschaftsmagazin The Economist kritisierte Obamas Wirtschaftspolitik im September 2012 dahingehend, dass der PrĂ€sident keine glaubwĂŒrdigen PlĂ€ne fĂŒr eine langfristige Reduktion des US-Budgetdefizits habe: Sein Versprechen, die Steuern fĂŒr 95 Prozent der Bevölkerung nicht zu erhöhen, sei „dumm“; die Vorstellung, das Budget nur mit zusĂ€tzlichen Belastungen fĂŒr wohlhabende BĂŒrger zu sanieren, habe wenig GlaubwĂŒrdigkeit. Das zentrale Problem der Haushaltspolitik sei vielmehr ein starker Anstieg der Ausgaben fĂŒr Transferzahlungen, beispielsweise fĂŒr Medicare, dies wĂŒrde Obama nicht behandeln.cite-ref-253[253]cite-ref-254[254]

Umwelt, Klima, Energie

Obama legte im PrĂ€sidentschaftswahlkampf einen Plan vor, die USA in zehn Jahren durch Förderung von erneuerbaren Energien und Energiesparmaßnahmen sowie mit Kohle- und Atomkraft von Ölimporten unabhĂ€ngig zu machen. PlĂ€ne der Republikaner, die Erdölgewinnung vor landeseigenen KĂŒsten zu erweitern, lehnte er ab.

Im Dezember 2008 nominierte er den PhysiknobelpreistrĂ€ger Steven Chu als Energieminister und die ehemalige Leiterin der Umweltschutzbehörde, Carol M. Browner, als Leiterin seines Beraterstabes fĂŒr Energie und Klima. Beide hatten sich frĂŒher fĂŒr den Klimaschutz engagiert.cite-ref-nzz-11450258-255-0[255] Er ernannte den Harvard-Physiker John Holdren, einen Mahner gegen globale ErwĂ€rmung, zum Chef-Wissenschaftsberater seiner Regierung und die in Klimafragen kritisch eingestellte Meeresbiologin Jane Lubchenco zur Direktorin der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).cite-ref-256[256] 60 Milliarden US-Dollar aus dem staatlichen Konjunkturpaket vom Februar 2009 waren fĂŒr Umweltprojekte, saubere Energien und Forschung dazu vorgesehen.

Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen erklĂ€rte Obama am 18. Dezember 2009, die USA als grĂ¶ĂŸter CO2-Produzent weltweit seien bereit, die Emissionen um bis zu 17 Prozent bis 2020 und um mehr als 80 Prozent bis 2050 zu reduzieren. Da die USA ihren Energieverbrauch seit 1990 jedoch vervielfacht haben, blieb dies weit hinter den von KlimaschĂŒtzern als notwendig erachteten Reduktionszielen zurĂŒck.cite-ref-spon-667945-257-0[257] Obamas Versuch, China und Indien in bilateralen GesprĂ€chen auf ein ÜberprĂŒfungssystem fĂŒr Emissionsauflagen zu verpflichten, scheiterte. Auch der im kleinen Kreis formulierte Minimalkonsens von höchstens zwei Grad ErderwĂ€rmung wurde im Abschlussplenum abgelehnt, so dass der Gipfel ohne verbindliche Vereinbarung blieb.

In seiner ersten Rede zur Lage der Union am 27. Januar 2010 kĂŒndigte Obama den Ausbau des Energiesektors mit Solarenergie und Biotreibstoffen, aber auch den Bau neuer Atomkraftwerke und die Erschließung von US-amerikanischem Erdöl und Erdgas an. Am 31. MĂ€rz erlaubte er das Bohren danach bis zu 80 Kilometer vor den KĂŒsten im Golf von Mexiko und vor Alaska, wo bislang nicht gebohrt worden war. Damit wollte er mehr Republikaner fĂŒr einen neuen Klimagesetzentwurf gewinnen.cite-ref-258[258]

Nach dem Untergang der Bohrinsel Deepwater Horizon im April geriet diese Erlaubnis verstĂ€rkt in die Kritik.cite-ref-259[259] Obama setzte nach einigen Tagen des Abwartens US-MilitĂ€r zum KĂŒstenschutz gegen die ausgelöste Ölpest ein, ließ die Versuche, das Ölleck abzudichten, ĂŒberwachen, bestand auf zwei statt nur einer Entlastungsbohrung und auf voller Haftung des Ölkonzerns British Petroleum (BP) fĂŒr FolgeschĂ€den und Einkommensverluste betroffener US-BĂŒrger. Am 27. Mai ließ er alle auch behördlich schon genehmigten Tiefseebohrungen vor US-KĂŒsten fĂŒr sechs Monate und alle US-Probebohrungen in der Arktis unbefristet aussetzen und keine neuen Bohrungen einleiten, um zuerst deren Sicherheit von einer unabhĂ€ngigen Kommission ĂŒberprĂŒfen zu lassen. Zudem verschĂ€rfte er die Sicherheitsauflagen.cite-ref-260[260]

Am 2. Juni 2010 forderte er aufgrund der Ölpest im Golf von Mexiko eine Abkehr von fossilen Brennstoffen, Strafsteuern auf Kohlendioxidemissionen, ein Ende der SteuerabschlĂ€ge fĂŒr Ölkonzerne und die Verwendung dieser Zusatzeinnahmen fĂŒr die Forschung zu erneuerbaren und emissionsfreien Energien.cite-ref-spon-698417-261-0[261] Ein entsprechender Gesetzentwurf verfehlte jedoch am 23. Juli 2010 im US-Senat die notwendige Mehrheit, da auch Senatoren der Demokratischen Partei dagegen stimmten. Damit blieb Obamas Wahlversprechen einer ökologischen Energiewende unerfĂŒllt. KlimaschĂŒtzer sahen darin ein entscheidendes Hindernis fĂŒr wirksame internationale VertrĂ€ge zum Klimaschutz, da die USA so von anderen Staaten keine klimafreundlichen Gesetze einfordern könnten.cite-ref-spon-708092-262-0[262]

US-Bundesgerichte zweier Instanzen hoben Obamas Bohrstopp im Juni und Juli 2010 nach einer Klage von 32 Öl-Unternehmen zunĂ€chst auf.cite-ref-263[263] Nachdem seine Umweltberater feststellten, dass BP vor der Katastrophe auf der Basis veralteter Dokumente Ausnahmegenehmigungen erhalten hatte, verfĂŒgte Obama am 16. August 2010 mit einer prĂ€sidialen Direktive, alle Tiefseebohrungen zunĂ€chst bis 30. November 2010 auszusetzen und neue Ölbohrungen vor den US-KĂŒsten, auch im Flachwasser, nur noch bei Einhaltung scharfer Sicherheitsauflagen zu genehmigen. Die Behörde fĂŒr Rohstoffverwaltung (MMS), die im Mai der Korruption und hĂ€ufigen Umgehung von ohnehin nur geringen Sicherheitsbestimmungen fĂŒr Ölplattformen ĂŒberfĂŒhrt worden war, musste eine unabhĂ€ngige Kontrollbehörde einrichten, die vor jeder Bohrerlaubnis ökologische Gutachten nach verschĂ€rften Kriterien zu erstellen hat.cite-ref-spon-712161-264-0[264]

Am 12. Oktober 2010 hob Obama den Ölbohrstopp vorzeitig auf. Zugleich machte das Innenministerium aber den Nachweis von Vorkehrungen fĂŒr UnfĂ€lle und technisches Versagen zur Bedingung fĂŒr neue Bohrgenehmigungen.cite-ref-tagesspiegel-1956614-265-0[265]

Im Dezember 2012 erklĂ€rte Obama den Kampf gegen den Klimawandel zu einem der drei wichtigsten Themen fĂŒr die zweite Amtszeit.cite-ref-266[266] In seiner Rede zur AmtseinfĂŒhrung im Januar 2013 stellte er den Kampf gegen den Klimawandel und den Ausbau erneuerbarer Energien als PrioritĂ€t fĂŒr die kommenden Jahre heraus. Den Klimawandel nicht zu bekĂ€mpfen, wĂ€re Verrat an „unseren Kindern“ und zukĂŒnftigen Generationen.cite-ref-267[267] Im Juli 2013 stellte er bei einer Rede an der George Washington UniversitĂ€t seinen Klimaschutzplan vor. Bis 2030 solle der jĂ€hrliche CO2-Ausstoß um die HĂ€lfte sinken, unter anderem mit strengeren Grenzwerten fĂŒr Kohlekraftwerke, sinkenden Subventionen fĂŒr fossile Energien sowie der StĂ€rkung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Damit legte Obama als erster US-PrĂ€sident einen weitreichenden Plan zum Klimaschutz vor und wurde indessen als Vorreiter in der internationalen Klimapolitik erachtet. Insbesondere trieb er die Verringerung der Emissionen von Kohlekraftwerken voran, da hierfĂŒr keine Zustimmung des Kongresses erforderlich ist.cite-ref-zeit-2014-06-05-268-0[268]cite-ref-269[269]

Mitte 2015 verkĂŒndete Obama neue Richtlinien, die eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen amerikanischer Kraftwerke bis 2030 um 32 % gegenĂŒber dem Basisjahr 2005 senken sollen.cite-ref-270[270] Zuvor war auf dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2015 von den G7-Staaten vereinbart worden, die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2050 um 70 % zu reduzieren und die Weltwirtschaft bis 2100 vollstĂ€ndig zu dekarbonisieren.cite-ref-271[271] Kritik von LobbyverbĂ€nden der Kohle- und Erdölindustrie, die die Energiewende zu bremsen versuchten, wies Obama zurĂŒck. Laut Obama fĂŒhre dies zu keinem Fortschritt, sondern sei „der Versuch, alte GeschĂ€ftsmodelle zu verteidigen“.cite-ref-272[272]

Bis Anfang 2016 stellte Obama insgesamt eine FlĂ€che von 107 Millionen Hektar unter Naturschutz, darunter als grĂ¶ĂŸtes Gebiet das Pacific Remote Islands Marine National Monument. Somit erweiterte er die National Monuments in den Vereinigten Staaten mehr als jeder andere PrĂ€sident.cite-ref-273[273]

Am Ende seiner Amtszeit wies er – auch mit Blick auf WahlkampfankĂŒndigungen und -forderungen von Donald Trump – darauf hin, dass „Clean Energy“ nicht zu stoppen sei, unter anderem weil ihre Erzeugungskosten stark gesunken sind.cite-ref-274[274]cite-ref-275[275]

Justiz und BĂŒrgerrechte

Obama trat seit Beginn seiner BerufstĂ€tigkeit fĂŒr BĂŒrgerrechte und Minderheitenschutz ein. Er strebte im Wahlkampf Gesetze gegen Hassverbrechen, zur fairen DurchfĂŒhrung von Wahlen, die Abschaffung des Defense of Marriage Act, die Beendigung der „Don’t ask, don’t tell“-Politik der StreitkrĂ€fte und ein Gesetz gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder GeschlechtsidentitĂ€t (Employment Non-Discrimination Act) an.cite-ref-276[276]

Obama befĂŒrwortete die Todesstrafe fĂŒr die Vergewaltigung und Ermordung von Kindern und fĂŒr Massenmorde. Darum kritisierte er, dass der Oberste Gerichtshof der USA im Fall Kennedy v. Louisiana ein Todesurteil wegen der Vergewaltigung eines Kindes fĂŒr verfassungswidrig erklĂ€rte.cite-ref-277[277] Er wirkte als Senator an einem Gesetz zur Aussetzung von Todesurteilen in Illinois mit, die ohne ĂŒberprĂŒfbares rechtsstaatliches Verfahren entstanden waren. Auch als PrĂ€sident trat er fĂŒr die erleichterte Aufhebung von Todesurteilen ein, die durch fragwĂŒrdige Polizeimethoden, rassistische Vorurteile und schlechte Strafverteidigung zustande kamen.

Am 19. Mai 2008 besuchte er als erster PrĂ€sidentschaftskandidat ein Indianerreservat, versprach regelmĂ€ĂŸige GesprĂ€che und die Berufung eines Beraters fĂŒr die Indianerpolitik.cite-ref-278[278] Im November 2008 berief er sechs indianische Berater in sein Übergangsteam.cite-ref-279[279]

Am 20. April 2009 ließ Obama sechs Folterbefehle der VorgĂ€ngerregierung veröffentlichen und sicherte deren Urhebern und AusfĂŒhrenden zugleich Schutz vor Strafverfolgung zu.cite-ref-spon-620106-280-0[280] Ende Januar 2010 wurden zwei Rechtsberater, welche die Folterbefehle entworfen hatten, endgĂŒltig von Strafverfolgung befreit.cite-ref-spon-675111-281-0[281]

Am 14. Mai 2009 wandte sich Obama öffentlich dagegen, weitere 44 Fotografien von Gefangenenfolter durch US-Soldaten in Abu Ghuraib zu veröffentlichen. Das Darstellen bereits bestrafter vergangener Taten könne das Leben von US-Soldaten im Irak und Afghanistan gefĂ€hrden. Damit folgte er Verteidigungsminister Robert Gates und einer Bitte von republikanischen Senatoren. Die BĂŒrgerrechtsunion American Civil Liberties Union, welche die Veröffentlichung der Fotos zuvor gerichtlich erstritten hatte, und parteiunabhĂ€ngige Liberale kritisierten Obamas Haltung als Bruch seines Wahlversprechens von Transparenz gegenĂŒber der unter Bush ĂŒblichen Geheimhaltung von US-Verbrechen.cite-ref-taz-5163088-282-0[282]

Am 21. Mai 2009 kĂŒndigte Obama in einer Rede zur nationalen Sicherheit eine legalisierte verlĂ€ngerte Vorbeugehaft (prolonged detention) fĂŒr Gefangene an, die als „besonders gefĂ€hrliche“ Terroristen eingestuft werden, obwohl ihre mutmaßlichen Straftaten bisher in keinem regulĂ€ren Strafprozess nachgewiesen wurden. BĂŒrgerrechtler und Linke in den USA kritisierten ihn dafĂŒr stark; manche sprachen von Verfassungsbruch und Abkehr von rechtsstaatlichen Traditionen der USA, „wo Menschen in der Hand der Regierung entweder ein Strafverfahren bekommen oder freikommen.“cite-ref-283[283]cite-ref-zeit-2009-05-28-284-0[284]

Am 26. Mai 2009 nominierte Obama Sonia Sotomayor als erste Frau, die zu den Hispanics gezÀhlt wird, am 10. Mai 2010 mit Elena Kagan eine weitere Frau zu Richtern am Obersten Gerichtshof der USA. Er verurteilte eine knappe Entscheidung des Gerichtshofs vom 21. Januar 2010, von Unternehmen finanzierte Wahlwerbung auch in öffentlichen Medien zuzulassen, die zuvor 20 Jahre lang begrenzt und 60 Tage vor einer PrÀsidentschaftswahl verboten gewesen war.cite-ref-285[285]

Die von ihm selbst gesetzte Jahresfrist zur Schließung des Lagers Guantanamo Bay konnte nicht eingehalten werden, da die Verlegung der dortigen Gefangenen und ihre rechtsstaatliche Behandlung in den USA, ihre Übernahme in befreundeten Staaten auf WiderstĂ€nde stießen.cite-ref-focus-440002-286-0[286] Auch das geheime MilitĂ€rgefĂ€ngnis Bagram blieb bestehen.cite-ref-spon-609135-287-0[287]cite-ref-spon-694362-288-0[288]

Obama lehnte 2010 ein Gesetz Arizonas als verfassungswidrige Diskriminierung ab, das dort lebende Einwanderer verpflichtet, ihre Papiere bei sich zu tragen, Anzeigen gegen sie auf bloßen Verdacht illegaler Einwanderung erlaubt und damit polizeiliche Ausweiskontrollen erzwingt. Seine Regierung erhob im Juni 2010 Klage gegen das Gesetz.cite-ref-zeit-2010-06-19-289-0[289] Der Oberste Gerichtshof entschied 2012, dass das Gesetz aus Arizona in Teilen bestehen bleiben darf, ließ gleichzeitig die Möglichkeit offen, weiter juristisch dagegen vorzugehen. Obama einigte sich 2014 mit dem Staat Arizona darauf, nicht weiter gegen das Gesetz vorzugehen, wenn Arizona ebenfalls kein juristisches Vorgehen mehr in Betracht zieht, was darauf abzielt, Teile des Gesetzes wiederherzustellen.cite-ref-290[290]

Am 22. Dezember 2010 unterschrieb Obama einen Gesetzentwurf des US-ReprĂ€sentantenhauses, der die bisher verbreitete Entlassung bekennender Homosexueller aus der US-Armee verbietet. Er erfĂŒllte damit gegen enorme WiderstĂ€nde sein Wahlkampfversprechen, die Don't-ask-don't-tell-Regelung aufzuheben.cite-ref-291[291] Im Mai 2012 gab Obama in einem Interview mit ABC News bekannt, dass er die Forderungen nach Anerkennung der gleichgeschlechtlichen zivilen Ehe unterstĂŒtzt. Diese Aussage stellte einen Wendepunkt in der Politik Obamas dar, der die Homo-Ehe bis dahin abgelehnt hatte. Einige Tage zuvor hatten sich bereits VizeprĂ€sident Joe Biden und Bildungsminister Arne Duncan in Fernsehinterviews Ă€hnlich geĂ€ußert.cite-ref-292[292] In seiner zweiten Antrittsrede am 20. Januar 2013 unterstrich er das Ziel der staatlichen Gleichberechtigung Homosexueller (im Zusammenhang mit der Forderung nach Gleichberechtigung von Frauen und Afroamerikanern).cite-ref-293[293]

Am 31. Dezember 2011 unterzeichnete Obama ein umstrittenes Sicherheitsgesetz. Unter anderem ermĂ€chtigte dieses die US-StreitkrĂ€fte dazu, terrorverdĂ€chtige AuslĂ€nder unbegrenzte Zeit in Haft zu nehmen. Das Gesetz wurde zuvor von Senat und ReprĂ€sentantenhaus beschlossen. Obama hatte bereits Wochen zuvor sein Veto gegen das Gesetz angedroht, unterschrieb es schließlich aber doch.cite-ref-294[294]

Transparenz, Geheimdienste und Whistleblower unter Obama

US-PrĂ€sident Barack Obama Ă€ußerte sich vor seiner ersten Wahl zum PrĂ€sidenten bewundernd ĂŒber Whistleblower als „wertvollste Quelle“ fĂŒr Informationen ĂŒber Regierungsfehlverhalten. Dennoch waren wĂ€hrend seiner PrĂ€sidentschaft bis zum Jahr 2011 fĂŒnf Whistleblower (damalig Bradley Manning, Shamai Leibowitz, Jeffrey Alexander Sterling, Stephen Kim und Thomas Drakecite-ref-1-295-0[295]cite-ref-salon-296-0[296]) aus dem US-Geheimdienstbereich unter dem Anti-Spionage-Gesetz (Espionage Act von 1917), das auch die Todesstrafe vorsieht, angeklagt worden. Das waren laut The New Yorker mehr FĂ€lle als unter allen US-PrĂ€sidenten vor ihm zusammengenommen.cite-ref-new-yorker-297-0[297] Vor seiner Wahl versprach Obama zudem, sich fĂŒr die Steigerung der Transparenz von Regierungshandeln einzusetzen. Und obwohl Obama bezĂŒglich der Transparenz eine Reihe von Maßnahmen unternahm – etwa die Freigabe von vertraulichen Informationen, die mehrere tausend Dokumente umfasst, sowie die GrĂŒndung des National Declassification Center im National Archives and Records Administration – wurden die Maßnahmen lediglich als publicity bewertet, da die veröffentlichten jahrzehntealten Informationen keine politische Bedeutung fĂŒr die Gegenwart hatten.cite-ref-1-295-1[295]cite-ref-298[298]

2013 ließ Edward Snowden vertrauliche Dokumente veröffentlichen, wonach der Geheimdienst National Security Agency (NSA) die Telekommunikation, das Internet, die Vertretungen der EuropĂ€ischen Union,cite-ref-spon-908515-299-0[299] sowie das Handy der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkelcite-ref-spon-930193-300-0[300] und andere europĂ€ischer Politiker wĂ€hrend Barack Obamas PrĂ€sidentschaft – wie auch teilweise bereits zuvor – ĂŒberwacht hat. Dies löste die Überwachungs- und SpionageaffĂ€re 2013 aus.

Im Januar 2017, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit, begnadigte Obama die Whistleblowerin Chelsea Manning. Er verkĂŒrzte damit Mannings Haftdauer von 35 Jahren auf knapp 7 Jahre.cite-ref-301[301] Auch lehnte er die Anklage von dem GrĂŒnder von Wikileaks, Julian Assange, ab.cite-ref-302[302]

Opposition

Obama hatte sich im Wahlkampf und als PrĂ€sident fĂŒr parteiĂŒbergreifenden Konsens in wichtigen Streitfragen eingesetzt, erhielt aber im ersten Jahr seiner Amtszeit außer bei der Finanzierung des Antiterrorkrieges von Abgeordneten der Republikaner kaum Zustimmung.cite-ref-303[303]

Die im Sommer 2009 entstandene, damals von Versicherungskonzernen finanziell gestĂŒtztecite-ref-304[304] Tea-Party-Bewegung opponiert gegen Obamas Gesundheitsreform, seine Konjunkturprogramme und angeblichen SteuererhöhungsplĂ€ne. Sie machten ihn fĂŒr anhaltende Arbeitslosigkeit und das hohe Haushaltsdefizit verantwortlich, die sie als Niedergang der Weltmacht USA und schleichende Freiheitsberaubung sahen.cite-ref-spiegel-66436867-305-0[305] Die meisten ihrer AnhĂ€nger glauben nach einer Umfrage von 2010, Obama wolle in den USA den Sozialismus einfĂŒhren und teile alltĂ€gliche US-amerikanische Werte nicht.cite-ref-306[306] Damals wichtige Vertreter waren der Talkradio- und Fernsehmoderator Glenn Beck und Sarah Palin. Rassistische AusfĂ€lle mancher ihrer AnhĂ€nger wurden als Hinweis auf in der US-Gesellschaft verbreitete rechtsradikale Tendenzencite-ref-welt-8607257-307-0[307] oder sogar als einendes Merkmal der Bewegung gedeutet.cite-ref-308[308]

Obama erinnerte am 1. Mai 2010 daran, dass auch frĂŒhere US-PrĂ€sidenten wegen ihrer ReformplĂ€ne als Sozialisten, Fremde oder Diktatoren beschimpft worden seien. Alles zu verteufeln, was die vom Volk gewĂ€hlte Regierung fĂŒr die BĂŒrger leiste, sei jedoch undemokratisch. Die Finanzkrise hĂ€tte ohne staatliche Eingriffe die ganze Wirtschaft kollabieren lassen. In öffentlichen Debatten sei ein Mindestmaß an Höflichkeit zu wahren. Das DĂ€monisieren von Personen lasse schlimmstenfalls Gewalt als gerechtfertigt erscheinen. Mit Hinweis auf die Goldene Regel betonte er: Die Bereitschaft, auch das Denken der jeweiligen Gegenseite nachzuvollziehen, sei wesentlich fĂŒr eine funktionierende Demokratie.cite-ref-309[309]

Obama verlor laut Umfragen kontinuierlich an Ansehen und lag im September 2010 bei einer Zustimmungsrate von 45 %.cite-ref-310[310] ErwartungsgemĂ€ĂŸ verlor seine Demokratische Partei bei den Midterm-Wahlen am 2. November 2010 ihre Mehrheit im ReprĂ€sentantenhaus und bei den Gouverneuren, bewahrte aber trotz Verlusten ihre Mehrheit im US-Senat.cite-ref-311[311] WĂ€hrend John Boehner, FraktionsfĂŒhrer der Republikaner im ReprĂ€sentantenhaus, dies als Mandat zur Aufhebung der Gesundheitsreform und zu Steuersenkungen deutete, wies Obama dies zurĂŒck und deutete das Wahlergebnis als Auftrag zu verstĂ€rkter Zusammenarbeit.cite-ref-spon-727081-312-0[312]

Nach Umfragen vom August 2010 glaubten bis zu 18 Prozent der US-BĂŒrger, Obama sei Muslim;cite-ref-313[313] bis zu 25 Prozent meinten, er sei nicht in den USA geboren, also kein legitimer US-PrĂ€sident.cite-ref-314[314] Jene, die immer wieder Zweifel am Geburtsort Ă€ußerten, werden im Englischen oft als „Birthers“ (wörtlich „Geburtler“) bezeichnet. Nachdem der spĂ€tere PrĂ€sident Donald Trump dies gefordert hatte,cite-ref-spon-755028-315-0[315] ließ Obama am 27. April 2011 die Langversion seiner Geburtsurkunde (birth certificate) veröffentlichen, deren Kurzversion er im Wahlkampf 2008 bekannt gegeben hatte. Er kritisierte die US-Medien dafĂŒr, das Thema zur Hauptnachricht gemacht zu haben. Die USA könnten ihre gewaltigen sozialen und ökonomischen Probleme nicht mit solchen Ablenkungsmanövern lösen: „Wir haben keine Zeit fĂŒr diese Art Albernheit.“cite-ref-316[316]

Die Zeitschrift The Economist, die Obamas Gesundheitsreform 2010 unterstĂŒtzt hatte, schrieb im November 2013, die USA wirkten unter Obamas Regierung zunehmend steuerlos; der PrĂ€sident kĂŒmmere sich nicht um Details seiner Politik und hege Misstrauen gegenĂŒber der Wirtschaft. Innen- und außenpolitisch habe er bisher keine persönlichen Beziehungen zu politischen EntscheidungstrĂ€gern aufgebaut und gelte auch gegenĂŒber Parteifreunden als distanziert und unnahbar. Er mĂŒsse sich stĂ€rker engagieren, so die Zeitschrift, um sein nach wie vor bedeutendes politisches Potenzial besser ausschöpfen zu können.cite-ref-317[317]

Wiederwahl und Beginn der zweiten Amtszeit

Anfang April 2011 erklĂ€rte Obama seine Absicht, sich bei der PrĂ€sidentschaftswahl 2012 fĂŒr eine zweite Amtsperiode als PrĂ€sident zu bewerben, und startete die Kampagne fĂŒr seine Wiederwahl.cite-ref-318[318]

Am 6. November 2012 erreichte Obama vor allem durch Siege in den umkĂ€mpften, traditionell von WechselwĂ€hlern dominierten Bundesstaaten (Swing States) Colorado, Florida, Iowa, Nevada, Ohio, Pennsylvania und Virginia eine deutliche Mehrheit der WahlmĂ€nnerstimmen und damit faktisch seine Wiederwahl. Er gewann auch die Stimmenmehrheit der wahlbeteiligten US-BĂŒrger (Popular Vote). Der Gegenkandidat der Republikanischen Partei, Mitt Romney, gestand seine Niederlage ein.cite-ref-319[319]cite-ref-320[320]cite-ref-321[321]cite-ref-322[322] Obamas Stellvertreter Joe Biden wurde an seiner Seite ebenfalls erneut zum VizeprĂ€sidenten gewĂ€hlt. Noch vor seinem zweiten Amtseid ließ er Änderungen am Former Presidents Act vornehmen, die ihm einen lebenslangen Personenschutz durch den Secret Service garantierten.

Obama legte seinen zweiten Amtseid turnusgemĂ€ĂŸ am 20. Januar 2013 ab. Weil dieser Tag auf einen Sonntag fiel, tat er dies wĂ€hrend einer kurzen Zeremonie im Weißen Haus vor John Roberts, Chief Justice of the United States.cite-ref-sz-1578178-323-0[323] Die öffentlichen Feierlichkeiten vor dem Kapitol mit einer zweiten Vereidigung erfolgten einen Tag spĂ€ter.cite-ref-sz-1579581-324-0[324]cite-ref-325[325]

Ende der PrÀsidentschaft

Seine letzte Rede vor der UNO-Vollversammlung wÀhrend seiner Amtszeit als PrÀsident der Vereinigten Staaten hielt Obama am 20. September 2016.cite-ref-326[326]cite-ref-327[327]

Am 8. November 2016 fand die PrĂ€sidentschaftswahl fĂŒr Obamas Nachfolge statt, die der Republikaner Donald Trump gewann. Obama hatte sich fĂŒr die Wahl Hillary Clintons eingesetzt, die von den Demokraten als Kandidatin nominiert worden war und unter ihm auch schon als amerikanische Außenministerin gedient hatte. Am 10. November 2016 trafen sich der amtierende und der zukĂŒnftige PrĂ€sident zum ersten GesprĂ€ch ĂŒber die AmtsĂŒbergabe (United States presidential transition) im Weißen Haus.cite-ref-spon-1120771-328-0[328]

In Athen wandte sich Obama am 16. November 2016 mit einer Grundsatzansprache an die Weltöffentlichkeit und setzte sich mit den Themen Demokratie und Folgen der Globalisierung auseinander.cite-ref-zeit-2016-11-16-329-0[329] Vor Soldaten des LuftwaffenstĂŒtzpunkts in Tampa (Florida) zog Obama am 7. Dezember 2016 eine Bilanz seiner militĂ€rischen Innen- und Außenpolitik. Der Terrorismus sei nicht kurzfristig zu besiegen. Alle Maßnahmen der nationalen Sicherheit mĂŒssen, so Obama, wie in seiner Regierungszeit auf Grundlage der eigenen Werte getroffen werden. Der Anti-Terror-Kampf sei nicht durch Methoden, wie sie George W. Bush angewandt hatte, zu gewinnen. Weder der Einsatz von Bodentruppen im Irak und Afghanistan noch die Luftangriffe hĂ€tten den Terrorismus vollstĂ€ndig zerschlagen. Er selbst habe Foltermethoden wie das Waterboarding nach seinem Regierungsantritt gestoppt. Das Gefangenenlager Guantanamo habe er nicht, wie im Wahlkampf versprochen, vollstĂ€ndig schließen können, da seine BemĂŒhungen auf den Widerstand der Mehrheit sowohl im Senat wie auch im ReprĂ€sentantenhaus gestoßen seien. Er warnte vor falschen Versprechungen, wonach der Kampf gegen den Terror durch verstĂ€rkten Einsatz von Bomben und Soldaten sowie eine isolationalistische Politik der USA zu gewinnen sei. Hingegen sollten die Vereinigten Staaten eine langfristige Strategie verfolgen und Partner in aller Welt beteiligen. AusdrĂŒcklich verteidigte er den Einsatz von unbemannten MilitĂ€rdrohnen zur gezielten Tötung von Terroristen. Den Kampf gegen den IS, vor allem durch Bombardierungen, bezeichnete Obama als erfolgreich, da die Terrororganisation mehr als 50 Prozent des von ihr besetzten Territoriums verloren habe. Der internationale Terrorismus werde noch lange existieren, allerdings die Sicherheit der USA nicht existenziell gefĂ€hrden.cite-ref-taz-5361750-330-0[330]cite-ref-welt-160057135-331-0[331]

Am 20. Dezember 2016 wurde bekannt, dass der scheidende PrĂ€sident zum Schutz der Ökosysteme und zur Wahrung der Interessen von Indigenen neue Bohrungen nach Erdöl in den Gebieten der Arktis vor Kanada und an der OstkĂŒste in Teilen des Atlantischen Ozeans verboten hat. FĂŒr bereits vergebene Lizenzen wurde Bestandsschutz zugesichert. Obama bezog sich auf ein Gesetz aus dem Jahr 1953, wonach der PrĂ€sident berechtigt ist, fĂŒr unbefristete Zeit Bohrungen vor der KĂŒste und im Meer zu untersagen.cite-ref-332[332]

Zum Jahreswechsel erließ Obama am 29. Dezember 2016 weitere Sanktionen gegen Russland, das er beschuldigte, durch Cyberattacken den PrĂ€sidentschaftswahlkampf beeinflusst zu haben. So wies er kurzfristig russische Diplomaten aus, eine Maßnahme, die der russische PrĂ€sident Putin nicht in gleicher Weise erwiderte.cite-ref-333[333]cite-ref-334[334]

Obama hielt seine Abschiedsrede am 10. Januar 2017 vor ca. 20.000 Menschen in Chicago, wo er einige Zeit als Sozialarbeiter tĂ€tig gewesen war, sich erstmals politisch engagiert und mit Michelle Robinson eine Familie gegrĂŒndet hatte. Unter den Zuhörern befanden sich bekannte Vertreter der Demokratischen Partei und einige seiner Angehörigen. Er zog ein positives Fazit seiner Regierungszeit und rief die amerikanischen BĂŒrger auf, sich weiterhin politisch und sozial im Sinne der Verfassung der Vereinigten Staaten einzusetzen und fĂŒr einen sozialen Wandel zum Besseren einzutreten. Insbesondere hob er die Vorteile der Gesundheitsreform hervor. Jede Form von Rassismus und Diskriminierung lehne er ab und wolle als BĂŒrger mit anderen BĂŒrgern dagegen vorgehen. Er schloss seine Rede mit seinem Wahlkampfslogan „Yes, we can“ und mit der Formel „God bless America“. Zuvor hatte er seinem Nachfolger erneut eine reibungslose AmtsĂŒbergabe zugesagt.cite-ref-335[335]cite-ref-336[336]cite-ref-337[337]

Die unter PrĂ€sident Obama vom Weißen Haus veröffentlichten Web-Inhalte wurden mit der AmtsĂŒbernahme von Donald Trump unter dem Slogan “Yes, we did. Yes, we can.“ („Ja, wir haben [es] getan. Ja, wir können.“) archiviert und „eingefroren“.cite-ref-338[338] Das Motto seines ersten PrĂ€sidentschaftswahlkampfs 2008 war Yes We can gewesen.

Leben nach der PrÀsidentschaft

Nach lĂ€ngerer Pause hielt Obama seine erste Rede nach Amtsende vor Studenten in Chicago, in der er seinen Nachfolger nicht erwĂ€hnte. Er appellierte an seine Zuhörer, zum Fortschritt der Menschheit beizutragen. Er versprach, sich fĂŒr den politischen Nachwuchs zu engagieren. Anfang Mai 2017 nahm der frĂŒhere PrĂ€sident in Boston einen Preis entgegen.cite-ref-339[339]

Im Sinne seiner Obama Foundation (Obama-Stiftung) setzte er sich auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin 2017 vor etwa 70.000 Zuhörern am Brandenburger Tor fĂŒr die Förderung junger Menschen in politischer Hinsicht ein: Fragen der politischen Ethik wurden dabei, auch von Teilnehmern und der Presse, reflektiert. Er stellte gemĂ€ĂŸ der Gesinnungsethik die These auf, dass nach Gottes Willen jedes Kind weltweit gleich viel UnterstĂŒtzung bedarf, und dennoch mĂŒsse nach der Verantwortungsethik jeder Regierungschef zunĂ€chst die Kinder des eigenen Landes unterstĂŒtzen. Zudem wandte er sich gegen Kritiker, die ihm den Einsatz von Kriegsdrohnen vorwerfen. Ein Student trug diese Position öffentlich vor. Nach seiner Auffassung ist der Krieg das eigentliche Übel, die eingesetzten Waffen variieren je nach dem technischen Stand. Obama erhielt fĂŒr seine AusfĂŒhrungen viel Beifall. Es gab aber auch ablehnende Stimmen.cite-ref-340[340]cite-ref-341[341]

Als Trump am 1. Juni 2017 fĂŒr die USA das Pariser Klimaschutzabkommen der UNO aufkĂŒndigte,cite-ref-342[342] kritisierte Obama dies. Die Vereinigten Staaten wĂŒrden sich zum einen weltweit isolieren und ihre FĂŒhrungsrolle aufgeben – denn nur Syrien und Nicaragua sind dem Pakt nicht beigetreten – und zum anderen nationale ArbeitsplĂ€tze vernichten, statt neue zu schaffen. Er rechne damit, dass Bundesstaaten, StĂ€dte und Unternehmen weiterhin erneuerbare EnergietrĂ€ger ausbauen werden.cite-ref-343[343]

Obama verteidigte die von ihm eingefĂŒhrte Krankenversicherung Obamacare gegen Initiativen von Trump und gegen noch weitergehende Versuche von Republikanern im Senat, diese abzuschaffen oder noch weiter auszuhöhlen, wĂ€hrend MilliardĂ€ren SteuernachlĂ€sse gewĂ€hrt wĂŒrden.cite-ref-344[344]cite-ref-345[345]

Zu den rechtsextremen rassistischen AufmĂ€rschen in Charlottesville am 11. und 12. August 2017, in deren Zusammenhang eine Gegendemonstrantin bei einem Autoattentat getötet und 19 Personen verletzt wurden, veröffentlichte Obama einen Beitrag auf Twitter, in dem er mit einem Zitat des sĂŒdafrikanischen FreiheitskĂ€mpfers Nelson Mandela Stellung bezog und ein Foto beifĂŒgte, das ihn mit Kindern unterschiedlicher Hautfarben zeigt.

„Niemand hasst von Geburt an jemanden aufgrund dessen Hautfarbe, dessen Herkunft oder dessen Religion 
“cite-ref-346[346]

Diese Twittermeldung wurde innerhalb von kurzer Zeit von so vielen Menschen aufgerufen wie niemals zuvor ein Tweet. Am 16. August 2017 postete Obama weitere Äußerungen Mandelas.cite-ref-347[347]cite-ref-348[348]

Im Jahr 2018 grĂŒndeten Barack und Michelle Obama die Filmproduktionsfirma Higher Ground Productions und gingen darĂŒber im Mai 2018 eine Kooperation mit Netflix ein.cite-ref-349[349]cite-ref-0-350-0[350]

Seit Mai 2020, als der Afroamerikaner George Floyd von einem Polizisten erstickt wurde und Menschen im ganzen Land gegen Rassismus und Polizeigewalt protestierten, hat sich Obama mehrfach zu Wort gemeldet. Im PrĂ€sidentschaftswahlkampf 2020 unterstĂŒtzte er den spĂ€teren PrĂ€sidenten Joe Biden bei mehreren Auftritten. Zwei Wochen vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl hat er seinem Nachfolger Trump Versagen beim EindĂ€mmen der COVID-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten vorgeworfen. Trump habe die Pandemie ignoriert und dann mit Inkompetenz, Falschinformationen und Planlosigkeit noch schlimmer gemacht. Er habe das PrĂ€sidentenamt nur als Reality-Show genutzt. Obama warb nachdrĂŒcklich dafĂŒr, Trump abzuwĂ€hlen.cite-ref-351[351] An der AmtseinfĂŒhrung von Joe Biden als PrĂ€sident und Kamala Harris als VizeprĂ€sidentin am 20. Januar 2021 nahm er im Gegensatz zu seinem Amtsnachfolger teil.

Im Februar 2021 begann auf Spotify die Veröffentlichung des acht Folgen umfassenden Podcasts Renegades: Born in the USA, eines Dialogs zwischen Obama und Bruce Springsteen ĂŒber Politik und Kultur.cite-ref-0-350-1[350]

Im Herbst 2022 unterstĂŒtzte Obama die Demokraten mit mehreren Wahlkampfauftritten vor den Midterms 2022.cite-ref-352[352]cite-ref-353[353]cite-ref-354[354] Im MĂ€rz 2023 hielt Obama zwei Reden in Australien und erhielt dafĂŒr laut Berichten mehr als eine Million Dollar.cite-ref-355[355]cite-ref-356[356] Im April und Mai 2023 wurde er in die Schweiz und nach Deutschland eingeladen und sprach vor jeweils mehr als 10.000 Zuschauern.cite-ref-2-357-0[357]cite-ref-3-358-0[358] Auch traf er sich bei seinen Aufenthalten mit den Regierungschefs von Australien (Anthony Albanese)cite-ref-359[359] und Deutschland (Olaf Scholz).cite-ref-3-358-1[358] Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 zeigte sich Obama solidarisch mit Israel und kritisierte gleichzeitig die Blockade des Gazastreifens.cite-ref-360[360]

Auszeichnungen und Ehrungen

Barack Obama erhielt weltweit Ehrungen und Auszeichnungen. Die wohl bekannteste war der Friedensnobelpreis, den er als dritter amtierender US-PrĂ€sident nach Theodore Roosevelt und Woodrow Wilson im Jahr seiner AmtseinfĂŒhrung am 10. Dezember 2009 erhielt.cite-ref-361[361] Beim Konzert zur Verleihung des Friedensnobelpreises trat Donna Summer auf.cite-ref-362[362]cite-ref-363[363] Das Nobel-Komitee begrĂŒndete seine Entscheidung am 9. Oktober 2009 mit Obamas „außergewöhnlichen BemĂŒhungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stĂ€rken“.cite-ref-364[364] Die Qualifikation Obamas fĂŒr den Friedensnobelpreis war und ist umstritten.cite-ref-365[365]cite-ref-366[366] Der Autor Anthony Neal sah die Auszeichnung in Obamas Abkehr vom Unilateralismus und „PrĂ€emptivschlag“-Konzept seines VorgĂ€ngers begrĂŒndet.cite-ref-367[367] Obama selbst reagierte laut seiner Autobiografie mit der Frage „WofĂŒr?“ auf die Nachricht von der Ehrung.cite-ref-368[368] Er bezeichnete sie auch als Ansporn fĂŒr seine begonnenen AbrĂŒstungs- und Versöhnungsvorhaben.cite-ref-369[369]

Folgende Hochschulen in den USA verliehen Obama die EhrendoktorwĂŒrde fĂŒr Recht:

‱ 2005: Knox Collegecite-ref-370[370]
‱ 2006: University of Massachusetts Bostoncite-ref-371[371]

‱ Northwestern Universitycite-ref-372[372]
‱ Xavier University of Louisianacite-ref-373[373]

‱ 2007: Southern New Hampshire Universitycite-ref-374[374]

‱ Howard Universitycite-ref-375[375]

‱ 2008: Wesleyan Universitycite-ref-376[376]
‱ 2010: University of Notre Damecite-ref-377[377]

‱ University of Michigancite-ref-378[378]

‱ 2016: Rutgers Universitycite-ref-379[379]

Im Oktober 2005 nannte das britische Journal New Statesman Obama als eine von „zehn Personen, welche die Welt verĂ€ndern können“.cite-ref-380[380] Das Time-Magazin zĂ€hlte ihn 2005 sowie von 2007 bis 2016 insgesamt elfmal zu den einhundert einflussreichsten Personen der Welt. Des Weiteren kĂŒrte ihn das Magazin 2008 und 2012 zur Person des Jahres.cite-ref-381[381]

2008 verkĂŒndete die Regierung von Antigua und Barbuda, den höchsten Punkt der Insel Antigua zu Obamas Ehren in Mount Obama umzubenennen. Dies wurde 2009 vollzogen.

Am 10. Februar 2008 gewann Obama einen Grammy fĂŒr das „beste gesprochene Album“ des Vorjahres, die Hörbuch-Ausgabe seines Werks The Audacity of Hope (dt. Die KĂŒhnheit der Hoffnung).cite-ref-382[382]

Am 21. MĂ€rz 2013 erhielt Obama als erster amtierender US-PrĂ€sident vom israelischen StaatsprĂ€sidenten Schimon Peres die höchste zivile Auszeichnung Israels, die Presidential Medal of Distinction. Peres begrĂŒndete die Verleihung mit Obamas unermĂŒdlichem Einsatz, Israel stark und Frieden möglich zu machen.cite-ref-383[383]

In Anerkennung fĂŒr Obamas Umweltpolitik wurde eine 2012 entdeckte Springbarschart Etheostoma obama genannt.cite-ref-384[384] Bereits 2007 war die auf der kalifornischen Insel Santa Rosa entdeckte Flechtenart Caloplaca obamae nach ihm benannt worden.cite-ref-385[385] Weitere nach ihm benannte Arten sind Aptostichus barackobamai (eine Webspinne),cite-ref-386[386] Obamadon (eine Gattung fossiler insektivorer Schuppenkriechtiere), Paragordius obamai (ein Haarwurm), Baracktrema obamai (ein Saugwurm), Nystalus obamai (ein Faulvogel), Teleogramma obamaorum (ein afrikanischer Buntbarsch), Tosanoides obama (ein SĂ€gebarsch)cite-ref-387[387] und die Spinne Spintharus barackobamai.cite-ref-388[388]

2017 wurde Obama in die American Philosophical Society gewÀhlt, 2018 in die American Academy of Arts and Sciences.

Im Mai 2017 wurde vom Senat von Kalifornien ein knapp 4 Meilen (knapp 6,5 Kilometer) Streckenabschnitt des Ventura Freeway zwischen Glendale und Pasadena in President Barack H. Obama Freeway umbenannt.cite-ref-389[389]

Barack Obama wurde Ende Mai 2017 mit dem 25. Deutschen Medienpreis in Baden-Baden ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der ehemalige BundesprĂ€sident Joachim Gauck.cite-ref-medienpreis-2016-390-0[390] In seiner Rede wĂ€hrend eines Empfangs zur Preisverleihung wandte sich Obama, der ohne Honorar sprach, gegen jede Form von Propaganda und Fake News in den sozialen Netzwerken des Internets. Es gelte, entlang der menschlichen Vernunft und Logik zu handeln und dabei die Fakten zu berĂŒcksichtigen. Die gefĂ€hrliche Entwicklung zu stoppen, ist laut Obama Aufgabe eines unabhĂ€ngigen Journalismus sowie einer Kindererziehung, die es bereits Jugendlichen ermöglicht, sich ein eigenes Urteil zu bilden.cite-ref-391[391]

Barack Obama wurde im Jahr 2022 fĂŒr einen Emmy als Bester ErzĂ€hler nominiert.cite-ref-392[392]

Siehe auch
Schriften und Reden

‱ Dreams from My Father. A Story of Race and Inheritance. Crown Publishing (1. Auflage 1995), New York 2004, ISBN 0-307-38341-5.

‱ deutsch: Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie. Carl Hanser, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-446-23021-7; Deutscher Taschenbuch-Verlag, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-423-34570-5.

‱ The Audacity of Hope: Thoughts on Reclaiming the American Dream. Crown Publishing, New York, 2006, ISBN 0-307-23769-9.

‱ deutsch: Hoffnung wagen: Gedanken zur RĂŒckbesinnung auf den American Dream. Riemann, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-570-50081-1.

‱ Of Thee I Sing: A Letter to My Daughters. Knopf Books for Young Readers, 2010, ISBN 978-0-375-83527-8.

‱ deutsch: Von euch will ich singen: Ein Brief an meine Töchter. Mit Bildern von Loren Long. Übersetzt von Michael KrĂŒger. Hanser Verlag, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-446-23880-0.

‱ United States Health Care Reform: Progress to Date and Next Steps. In: The Journal of the American Medical Association (Onlineausgabe), 11. Juli 2016, doi:10.1001/jama.2016.9797.
‱ Worte mĂŒssen etwas bedeuten. Seine großen Reden. Hrsg. Birgit Schmitz, Suhrkamp, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-46797-8.
‱ A Promised Land. Crown Publishing, New York, November 2020, ISBN 978-1-5247-6316-9.cite-ref-393[393]

‱ Ein verheißenes Land. Penguin, MĂŒnchen 2020, ISBN 978-3-328-60062-6.

‱ Renegades : born in the USA : dreams, myths, music. (With Bruce Springsteen). Crown Publishing, New York, 2021, ISBN 978-0-593-23631-4. (Unterhaltung zwischen dem Musiker und dem Ex-PrĂ€sidenten ĂŒber das VerhĂ€ltnis zu ihrem Heimatland – mit 350 Fotos.)

‱ Renegades : born in the USA : TrĂ€ume – Mythen – Musik. (Mit Bruce Springsteen). Übersetzung von Stephan Kleiner und Henriette Zeltner-Shane. Penguin, MĂŒnchen 2021, ISBN 978-3-328-60243-9.

Quellen

‱ Public Papers of the Presidents of the United States: Barack Obama in National Archives and Records Administration

Literatur

‱ Sasha Abramsky: Obamas kleines Weißbuch. Faszinierende Einblicke in den FĂŒhrungsstil von PrĂ€sident Obama. FinanzBuch, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-89879-581-4.
‱ Michael D’Antonio: A Consequential President. The Legacy of Barack Obama. Thomas Dunne Books, New York 2017, ISBN 978-1-250-08139-1.
‱ Aus Politik und Zeitgeschichte. Nr. 4, 2010: USA (online).
‱ Peter Baker: Obama: The Call of History. New York Times/Callaway, New York 2017, ISBN 978-0-935112-90-0 (fĂŒr USA), ISBN 978-3-942924-26-9 (fĂŒr Deutschland).
‱ Ta-Nehisi Coates: We were eight years in power. Eine amerikanische Tragödie. Hanser, Berlin 2018, ISBN 978-3-446-25910-2.
‱ Helge Fuhst: Barack Obama: PrĂ€sident der polarisierten Staaten von Amerika. Eine innenpolitische Bilanz seiner ersten Amtszeit 2009–2013 (= Parteien und Wahlen. Bd. 8). Nomos, Baden-Baden 2014, ISBN 978-3-8487-1421-6.
‱ David Garrow: Rising Star: The Making of Barack Obama. William Morrow, New York 2017, ISBN 978-0-06-264183-0.
‱ Markus GĂŒnther: Barack Obama. Amerikas neue Hoffnung. Wißner, Augsburg 2007, ISBN 978-3-89639-620-4.
‱ Ulrich R. Haltern: Obamas politischer Körper. Berlin University Press, Berlin 2009, ISBN 978-3-940432-76-6.
‱ Christoph von Marschall: Barack Obama. Der schwarze Kennedy. Orell FĂŒssli, ZĂŒrich 2007, ISBN 978-3-280-06108-4.
‱ Christian Blees, Christoph von Marschall: Barack Obama. Audiobuch, Freiburg 2008, ISBN 978-3-89964-307-7.
‱ Norbert Rief, Thomas Hofer: Obama. Der schwarze VisionĂ€r – Zeitenwende fĂŒr die Weltpolitik? Molden, Wien/Graz/Klagenfurt 2008, ISBN 978-3-85485-231-5.
‱ David Remnick: Barack Obama Leben und Aufstieg. Berlin-Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8270-0893-0.
‱ Sabine Scheffer: Barack Obama. Sein Weg nach oben. Vogel Burda, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-200-01422-0 (Hörbuch, 1 CD).
‱ Philipp SchlĂ€ger: Der entzauberte PrĂ€sident. Barack Obama und seine Politik. Rotbuch, Berlin 2010, ISBN 978-3-86789-113-4.
‱ Wolfgang G. Schwanitz: Amerikas Hoffnung: Das Beste aus Obamas Wahlsieg machen. Explizit.Net, 7. November 2012 (PDF; 1,75 MB).
‱ Peter Woeste (Hrsg.): Barack Obama. Aufbruch in eine neue Zeit. Lingen, Köln 2009, ISBN 978-3-941118-26-3.
‱ Bob Woodward: Obamas Kriege – Zerreißprobe einer PrĂ€sidentschaft. DVA, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-421-04508-9.
‱ Julian E Zelizer (Hrsg.): The Presidency of Barack Obama: A First Historical Assessment. Princeton University, Princeton 2018, ISBN 978-0-691-16028-3.

Filmdokumentation

‱ The Final Year. 2017. Von Greg Barker

Weblinks

Commons

: Barack Obama

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikinews: Barack Obama

– in den Nachrichten

Wikiquote: Barack Obama

– Zitate

Wikisource: Autor:Barack Obama

– Quellen und Volltexte (englisch)

‱ Literatur von und ĂŒber Barack Obama im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Eintrag in der Encyclopédia Britannica (englisch)
‱ American President: Barack Obama (1961–). In: Miller Center of Public Affairs der University of Virginia
‱ The American Presidency Project: Barack Obama. Datenbank der University of California, Santa Barbara mit Reden und anderen Dokumenten aller amerikanischen PrĂ€sidenten (englisch)

Offizielle Websites

‱ obamawhitehouse.archives.gov – Archivierte InternetprĂ€senz des Weißen Hauses (englisch)
‱ obama.org – Obama Foundation (englisch)
‱ Barack Obama Presidential Library

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Die römische Zahl II steht in Obamas Geburtsurkunde https://web.archive.org/web/20100212233435/http://static.politifact.com.s3.amazonaws.com/graphics/birthCertObama.jpg und bezieht sich auf den gleichnamigen Vater.
cite-note-22. ↑ GenCircles: Barack Hussein Obama, Sr. (attended East-West Center in Hawaii). (Memento vom 26. Juni 2014 im Internet Archive)
cite-note-33. ↑ Ancestry of Stanley Ann Dunham (Memento vom 23. Mai 2011 im Internet Archive) (Center for Professional Education, Boston University; PDF; 28 kB)
cite-note-44. ↑ Researchers: Obama has German roots. In: usatoday.com. 4. Juni 2009, abgerufen am 31. Dezember 2016 (englisch).
cite-note-55. ↑ Jessica Dacey: Obama’s roots traced to Swiss villager. In: swissinfo.ch. 3. Juli 2010, abgerufen am 17. Juni 2020 (englisch).
cite-note-66. ↑ Kevin Merida: The Ghost of a Father. The Washington Post, 14. Dezember 2007, abgerufen am 8. Februar 2012 (englisch).
cite-note-77. ↑ Euell A. Nielsen: Barack Hussein Obama Sr. (1936–1982) ‱. 12. September 2020, abgerufen am 1. Juli 2023 (amerikanisches Englisch).
cite-note-88. ↑ Florian Gathmann, Gregor Peter Schmitz, Jochen Schönmann: Wie Auma Obama mit Deutschland haderte. Spiegel Online, 24. Juli 2008, abgerufen am 8. Februar 2012.
cite-note-99. ↑ President Obama’s Brother Loses Election in Kenya. In: Observer. 7. MĂ€rz 2013, abgerufen am 10. Februar 2020 (englisch).
cite-note-1010. ↑ The Sunday Times, 28. Januar 2007: Secrets of Obama family unlocked (Memento vom 11. Januar 2008 im Internet Archive) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-1111. ↑ University of Texas: The Obama Family Tree (Memento vom 22. Juni 2010 im Internet Archive) – Letzter Abruf 15. Februar 2011
cite-note-1212. ↑ Obama wird Verschwörungstheoretiker nicht los
cite-note-1313. ↑ David J. Garrow: Rising Star: The Making of Barack Obama. New York 2017, S. 64.
cite-note-1414. ↑ Dinesh Sharma: Barack Obama in Hawaiʻi and Indonesia: The Making of a Global President. Praeger, Santa Barbara 2011, ISBN 978-0-313-38533-9, S. 103.
cite-note-1515. ↑ Martin A. Parlett: Demonizing a President: The “Foreignization” of Barack Obama. Praeger, Santa Barbara 2014, ISBN 978-1-4408-3055-6, S. 48–49.
cite-note-1616. ↑ David Remnick: Barack Obama – Leben und Aufstieg. Berlin Verlag GmbH, Berlin 2010, S. 143
cite-note-1717. ↑ Rosalind Rossi: The woman behind Obama (Memento vom 15. Februar 2008 im Internet Archive). In: Chicago Sun-Times, 20. Januar 2007, letzter Abruf 7. Oktober 2010.
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cite-note-1919. ↑ University of Chicago Law School: Barack Obama: Curriculum Vitae (Memento vom 9. Mai 2001 im Internet Archive). In: law.uchicago.edu, letzter Abruf 7. Oktober 2010.
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cite-note-2222. ↑ Gretchen Reynolds: Vote of Confidence (Chicago Magazine, Januar 1993) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-2323. ↑ Jodi Kantor: As a Professor, Obama Enthralled Students and Puzzled Faculty. In: New York edition. The New York Times, 30. Juli 2008, S. A1, abgerufen am 4. Mai 2023 (englisch).
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cite-note-2525. ↑ 2000 U.S. House of Representatives: Results 2000 – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-2626. ↑ Edward McClelland: How Obama Learned to Be a Natural. In: Salon.com, 12. Februar 2007 (englisch).
cite-note-2727. ↑ Monica Davey (New York Times, 18. MĂ€rz 2004): As Quickly as Overnight, a Democratic Star Is Born – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-2828. ↑ Chicago Tribune, Artikel ĂŒber Alan Keyes (August-Dezember 2004) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-2929. ↑ Washington Post, 27. Juli 2004: Transcript: Illinois Senate Candidate Barack Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-3030. ↑ U.S. Senate, 109th Congress: Bills, Resolutions (Memento vom 18. September 2008 im Internet Archive); U.S. Senate, 109th Congress: Bills, Resolutions (Memento vom 27. November 2008 im Internet Archive) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-3131. ↑ Brandee J. Tecson (MTV News, 4. Januar 2005): Obama’s HOPE Act: A Bid To Make College More Affordable (Memento vom 11. Februar 2006 im Internet Archive) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-3232. ↑ Renewable Energyworld.com, 27. April 2005: Sen. Obama Pushes for Ethanol Growth – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-3333. ↑ All Information (Except Text) for S. 2370 – Palestinian Anti-Terrorism Act of 2006. In: congress.gov. Abgerufen am 1. November 2022 (englisch).
cite-note-3434. ↑ Chicago Sun-Times, 27. Juni 2009: Obama urges HIV testing (Memento vom 19. August 2011 im Internet Archive) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-3535. ↑ Barack Obama: A World that Stands as One. Berlin, 24. Juli 2008
cite-note-3636. ↑ Chicago Tribune, 13. November 2008: Obama will resign Senate seat Sunday – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-3737. ↑ Ex-Gouverneur Blagojevich zu 14 Jahren Haft verurteilt bei sueddeutsche.de, 7. Dezember 2011 (abgerufen am 10. Februar 2012).
cite-note-3838. ↑ Washington Post (2008): Fragen an den PrĂ€sidentschaftskandidaten Barack Obama (Memento vom 20. Oktober 2007 im Internet Archive) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-spon-480944-3939. ↑ US-PrĂ€sidentschaft: Secret-Service-Agenten beschĂŒtzen Obama. In: Spiegel Online. 4. Mai 2007, abgerufen am 31. Dezember 2016.
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cite-note-4747. ↑ Federal Election Commission, Final Audit Report of the Commission on Obama for America (January 16, 2007 – December 31, 2008) (Abschlussreport der Federal Election Commission ĂŒber „Obama for America“), PDF (englisch)
cite-note-4848. ↑ MSNBC, 4. Juni 2008: Rezko found guilty in corruption case – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-4949. ↑ cnn.com, 3. Juni 2008: CNN projects Obama clinches nomination – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-5050. ↑ MSNBC, 7. Juni 2008: Clinton ends historic bid, endorses Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-spon-573902-5151. ↑ US-Wahlkampf: Obama nominiert Biden als Vizekandidaten. In: Spiegel Online. 23. August 2008, abgerufen am 31. Dezember 2016.
cite-note-5252. ↑ CNN, 28. August 2008: Obama makes history as Democratic nominee – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-5353. ↑ World Service poll BBC, vom 10. September 2008 (PDFf; 1,8 MB) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-5454. ↑ Real Clear Politics: General Election 2008: Polls – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-5555. ↑ Palin: Obama pals around with terrorists. In: usatoday.com. 4. Oktober 2008, abgerufen am 31. Dezember 2016 (englisch).
cite-note-5656. ↑ Real Clear Politics: Election '08: Presidential Final Results – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-5757. ↑ The Huffington Post, 14. November 2008: Obama Wins Nebraska Electoral Vote – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-5858. ↑ MSNBC, 8. Januar 2009: Congress meets to count electoral votes – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-5959. ↑ Washington Post (5. November 2008): Measured Response To Financial Crisis Sealed the Election; Los Angeles Times (3. November 2008): What caused McCain's poll numbers to fall? – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-6060. ↑ CNN (4. November 2008): Exit polls: Obama wins big among young, minority voters; Gallup (2. Oktober 2008): Gallup's Quick Read on the Election – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-6161. ↑ Trygve Olson, Terry Nelson (Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., 26. Mai 2010): Der Einfluss des Internets auf Parteien und WahlkĂ€mpfe – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-spon-473303-6262. ↑ Video-Krieg: Anti-Clinton-Spot bringt Obama in BedrĂ€ngnis. In: Spiegel Online. 22. MĂ€rz 2007, abgerufen am 31. Dezember 2016.
cite-note-6363. ↑ Yinka Adegoke (Reuters, 28. Dezember 2007): Obama Girl, Britney boy top YouTube videos – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-6464. ↑ Transkript: Barack Obama: Yes We Can, Thank You New Hampshire – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
cite-note-6565. ↑ dipdive.com Original, dort unter View Credits auch die Liste der Beteiligten. – YouTube-Spot vom 2. Februar 2008. – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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